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Polfilter, Polarisationsfilter, Polarizer und Polarization Filter

Jedes Kind weiß mittlerweile um die unbegrenzten Möglichkeiten der elektronischen Bildbearbeitung. Programme, wie beispielsweise Adobe Photoshop oder Adobe Lightroom sowie MAGIX Foto & Grafik Designer oder Xara Designer Pro X, können aus herkömmlichen Digitalfotos alles Erdenkliche hervorzaubern. Doch wer ein wahrer Purist ist, der fängt mit der Bildgestaltung dort an, wo alles beginnt, nämlich am Objektiv. Daher stellt Euch Pennula die wichtigsten Filter für Foto- und Videokameras vor, die einfach auf das vorhandene Fotoobjektiv bzw. Videoobjektiv aufgeschraubt werden können.




Polfilter, Polarisationsfilter, Polarizer und Polarization Filter
Wer mit seiner Fotokamera, Videokamera oder (filmenden) Spiegelreflexkamera in bestimmten Aufnahmesituationen unerwünschte Lichtreflexe, wie beispielsweise bei Wasseroberflächen, Plastik, Holz, Glasscheiben sowie bei Auto- und Schaufensterscheiben, etc. sprichwörtlich wegfiltern möchte, braucht dafür einen Polarisationsfilter bzw. Polfilter. Sie werden in zwei Bauarten angeboten, nämlich als linearer und als zirkulärer Polfilter.

1) Linearer Polfilter
Ein linearer Polarisationsfilter schaltet Reflexionen aus, indem das durch Lichtreflektionen einfallende, unerwünschte Licht weggefiltert wird. Zudem verbessert ein Polfilter die Farbsättigung und beseitigt Dunst und Nebel. Zugleich werden große Bildbereiche, wie Himmel, Meer oder Landschaften kontrastreicher dargestellt. Technisch gesehen ist ein Polfilter ein optisches Gitternetz, bei welchem nur bestimmte Lichtstrahlen vom Motiv durch das Foto- oder Videoobjektiv durchgelassen werden und damit geradlinig (linear) auf den Bildsensor in der Kamera einwirken können.

Polfilter, Polarisationsfilter, Polarizer und Polarization Filter
Abbildung: Wasseroberfläche ohne Polfilter (links) und mit Polfilter (rechts)

Das Bild mit der Wasseroberfläche verdeutlicht die Wirkungsweise des Polfilters: Ohne Polfilter erfaßt Eure Kamera die Wasseroberfläche, wie wir sie auch mit unserem menschlichen Auge sehen, d.h. Himmel und Wolken spiegeln sich. Hingegen kann mit dem richtigen Aufnahmewinkel zur spiegelnden Oberfläche mit Polfilter die Reflexion von Himmel und Wolken bis auf ein Minimum reduziert werden, so daß man klar und deutlich durch das Wasser hindurch sehen kann. Der wirksamste Aufnahmewinkel liegt zwischen 30° und 40° zur spiegelnden Oberfläche.

Polarizer, Polarization Filter, Polarisationsfilter und Polfilter
Bildquelle: Christian Horvat, Wikimedia Commons (Creative Commons Lizenz)

Durch Löschen bzw. durch Wegfiltern des natürlichen Blaustiches, der naturgemäß durch Lichtreflexe des Himmels auf alle Motive einwirkt, werden die Farben bei Fotoaufnahmen oder bei Videoaufnahmen kräftiger wiedergegeben; zudem gelingt eine viel wärmere Farbwiedergabe, wie das Bild von Christian Horvat zeigt.

2) Zirkulärer Polfilter
Technisch gesehen findet sowohl bei linearen als auch bei zirkulären Polarisationsfiltern der gleiche Effekt statt, nämlich das Wegfiltern von unerwünschten Spiegelungen bzw. Reflektionen. Jedoch trifft bei zirkulären Polfiltern das Licht nun nicht mehr geradlinig, sondern spiralförmig drehend (zirkulär) auf den Bildsensor der Foto- oder Videokamera. Im Ergebnis gleichen sich beide Filter, also linear oder zirkulär. Der wichtige Unterschied liegt jedoch darin, daß lediglich alte Fotokameras oder alte Film- und Fernsehkameras ohne Autofokus und inbesondere ohne Belichtungsmessung durch das Objektiv problemlos mit linearen Polfiltern arbeiten konnten.

Die heutigen, modernen Kameras, bei denen der Autofokus, die Blendensteuerung sowie die Belichtungsmessung durch das Objektiv erfolgen, benötigen einen Filter mit Zirkularpolarisation. Aus diesem Grund haben sich heute auf dem Markt überwiegend zirkuläre Polfilter mit der Bezeichnung "CPL" durchgesetzt. Der Hintergrund liegt darin, daß die moderne Kameratechnik teilweise Meßsysteme nutzt, die sich selbst polarisieren. Würde nun auf eine solch ein Meßsystem Licht von einem normalen, linearen Polfilter einfallen, käme es zu einer Veränderung des Meßlichtes und damit permanent zu Fehlbelichtungen und gänzlich fehlerhaften Einstellparametern für die Autofokus- und Blendensteuerung. Durch zirkuläre Polfilter (CPL) wird wird dies vermieden.

CPL Filter Circular Polarizer
Bildquelle: Piccolo Namek, Wikimedia Commons (Creative Commons Lizenz)

Aber der wohl wichtigste Grund, einen Polfilter zu verwenden, liegt in der Beseitigung des unerwünschten Blaustich oder auch Grünblaustich. Ihr erhaltet mit einem Polfilter weitaus dynamischere Farben und weitaus kräftigere Kontraste, wie am Beispielbild von Piccolo Namek zu sehen ist. Die Bedienung des CPL Filter ist kinderleicht: Ihr könnt Eure Kamera komplett im Automatikmodus nutzen und müßt lediglich die Drehscheibe des Polfilters verstellen. Durch Kontrollblick durch den Kamerasucher oder auf das Kameradisplay erkennt Ihr sprichwörtlich im Handumdrehen, welche Veränderung Ihr erzielen könnt.


Wenn Ihr Euch einen Polfilter kaufen wollt, achtet lediglich auf den Durchmesser Eures Foto- oder Videoobjektives. Diese Angabe findet Ihr immer direkt auf dem Objektiv, also beispielsweise 52mm oder 62mm oder 82mm. Da Ihr höchstwahrscheinlich eine moderne Kamera benutzt, kauft einen CPL Filter, also einen zirkulären Polfilter.

Es ist übrigens völlig egal, ob Ihr eine Kamera von Pentax, Canon, Panasonic, Casio oder Nikon verwendet, denn der Polarisationsfilter wird vorne an das Objektiv aufgeschraubt und hat nichts mit dem Kamerabajonett zu tun.
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