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Solid State Drive: Eine SSD Festplatte für die Videobearbeitung oder als Systemfestplatte

Vielleicht kann sich der eine oder andere Leser meiner Internetseite noch daran erinnern, wie er in grauer Vorzeit seinen ersten PC von 4 MB auf 8 MByte RAM oder die alte IDE Festplatte durch eine SCSI Festplatte, vielleicht sogar mit einer Ultra SCSI Festplatte aufgerüstet hat? Sichtbar und spürbar konnte man seinerzeit doch einen kleinen Zuwachs an Geschwindigkeit und Systemperformance spüren. Ich erinnere mich daran, daß ich seinerzeit mit einer Stopuhr gemessen habe, wie lange es dauerte, bis das Betriebssystem gebootet war, oder wie lange es dauerte, bis bestimmte Anwendungen und Programme gestartet waren.
OCZ Vertex Series SATA II 2.5 SSD

Nun, das war damals. Heute haben wir das Problem, daß eine Erweiterung des Arbeitsspeichers von 2 GB auf 4 GB oder auf 8 GB kaum bzw. nicht mehr wesentlich spürbar ist. Kaum gibt es neue Programmversionen, fressen diese alle verfügbaren Systemressourcen auf. Eine spürbare Verbesserung erfährt man als Computerbenutzer meistens nur noch dann, wenn man die alte Festplatte mit nur 5.400 Umdrehungen pro Minute gegen eine neue Festplatte mit 7.200 oder gleich mit 10.000 Umdrehungen pro Minute auswechselt. Dann merkt man doch, daß sich die Systemgeschwindigkeit leicht verbessert hat. Natürlich kann man sich auch gleich einen der neuen Intel Prozessoren mit mehreren Kernen, beispielsweise die kommende Baureihe "Sandy Bridge" Core i5 und Core i7, anschaffen, dann erlebt man durchaus gewaltige Systempower.

Doch ein Intel i7 mit dazugehörigen Systemkomponenten (Speicher, Grafikkarte, etc.) sprengt doch so manches Budget. Daher habe ich mir zu Weihnachten bzw. zum Jahreswechsel vorerst eine SSD Festplatte gegönnt, also ein "Solid State Drive", d.h. eine Festplatte, die keinerlei rotierende oder bewegliche Bauteile mehr enthält, sondern lediglich auf Speicherbausteinen basiert. Man muß sich bildlich vorstellen, daß in SSD Festplatten - je nach Kapazität - zehn oder 20 Speicherkarten á 4 GB, wie man sie aus Digitalkameras kennt, hintereinander in Reihe geschaltet sind. Das Ergebnis ist eine wahnsinnig schnelle Festplatte mit bislang ungeahnten Zugriffszeiten. Zudem hört man nichts mehr (keine Geräuschentwicklung), der Stromverbrauch ist minimal und es entsteht keine Wärmeentwicklung im Rechnergehäuse. Mit anderen Worten: Man kann SSD Festplatten bestens empfehlen.


Doch, wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten - soll heißen: Wo so viele Vorteile sind, muß auch ein Nachteil versteckt sein. Und es gibt einen gravierenden Nachteil, nämlich der derzeit hohe Anschaffungspreis. Wie immer im Leben muß man für neue Technologie etwas mehr bezahlen, doch dieses Etwas Mehr bei den SSD Festplatten wird zusehends günstiger. Ich habe mich für das kleine 60 GB Modell mit der Typenbezeichnung "OCZ Vertex2 Series SATA II 2.5 SSD" entschieden. Nachstehend ein Preisvergleich vom Januar 2011. Meine Festplatte Nr. 01 hat ca. 105,oo Euro gekostet; die nächst größeren Modelle der Vertex2 Serie liegen dann bei 188,oo Euro bzw. 769,oo Euro. Dazu als Vergleich meine Videofestplatten vom Typ VelociRaptor, die bei lediglich 165,oo Euro bzw. 125,oo Euro liegen.

Nummer

Hersteller

Typenbezeichnung

Merkmale

Preis

Preis pro GB

01.

OCZ Technology

Vertex2 E 2,5" SSD

60 GB, SATA 300 Anschluß, ca. 275 MB/s

105,oo Euro

1,75 Euro

02.

Western Digital

WD3000HLFS VelociRaptor

300 GB, SATA 300 Anschluß, ca. 92 MB/s

165,oo Euro

0,55 Euro

03.

OCZ Technology

Vertex2 E 2,5" SSD

320 GB, SATA 300 Anschluß, ca. 275 MB/s

769,oo Euro

2,56 Euro

04.

Western Digital

WD1500HLFS VelociRaptor

150 GB, SATA 300 Anschluß, ca. 120 MB/s

125,oo Euro

0,83 Euro

05.

OCZ Technology

Vertex2 E 2,5" SSD

120 GB, SATA 300 Anschluß, ca. 275 MB/s

188,oo Euro

1,57 Euro




Aus Spaß an der Freude habe ich in der Übersicht den Preis pro Gigabyte ausgerechnet, damit man einen besseren Vergleichswert hat. Letztlich - und nur das ist entscheidend - liefert meine SSD Festplatte noch nie dagewesene Zugriffszeiten beim Schreiben und beim Lesen. Windows XP mit Service Pack 3.0 und sämtlichen Programmen war innerhalb von 6 Sekunden (!) gebootet und einsatzfähig.

Die OCZ Vertex2 E wird in der 2,5 Zoll Baugröße geliefert. Passend dazu liegt im Lieferumfang ein Adapter auf 3,5 Zoll anbei, so daß man die Festplatte ohne Probleme in ein normales Rechnergehäuse einbauen kann. Mir war die 2,5 Zoll Baugröße sehr willkommen, denn ich habe zunächst in meinem Notebook die alte Festplatte ausgebaut und dann die neue eingesetzt. Das Notebook habe ich dabei als "Versuchscomputer" genutzt.

Der Festplattenein- und ausbau funktioniert dort recht schnell: Notebook auf den Kopf stellen, Gehäusedeckel der Festplatte abschrauben, Festplatte herausziehen, neue Festplatte hineinstecken, fertig. Im BIOS Setup wurde die SSD Festplatte sofort und ohne Probleme erkannt. Das Notebook hatte ich deshalb genutzt, weil ich dort die ersten Tests und Versuche machen wollte, ohne den großen Rechner aufschrauben zu müssen.

Auf dem Notebook habe ich dann Windows XP installiert und meine geliebten Programme, wie Adobe Photoshop, Grass Valley Edius, Microsoft Office und diversen anderen Kram. Nachdem ich einen halben Vormittag beschäftigt war, lief das System perfekt: Gebootet wurde innerhalb von 6 Sekunden. Eine Word Datei, die via Doppelklick im Windows Explorer ausgewählt wurde, war in des Wortes wahrstem Sinne in einem Augenblick in Word geöffnet. Bilder, selbst große TIFF Dateien mit 250 MByte, wurden innerhalb von wenigen Sekunden im Photoshop geöffnet. Das einzige, was nun noch die Systemleistung ausgebremst hat, war der Notebook-Prozessor.

Besonders gespannt war ich auf die Wiedergabe bzw. Wiedergabeleistung von komprimierten Videodateien im .mp4 oder .mts Format (GoPro HD Hero bzw. AVCHD Panasonic SD 600). Siehe da, die Filme wurden ruckelfrei dargestellt. Auch unter Grass Valley Edius werden die Videodateien in unglaublicher Geschwindigkeit auf der Timeline positioniert. Auch das Abspielen läuft perfekt - zumindest dann, wenn man nur eine Videospur angelegt hat. Sobald mit 1920x1080 und 50 Vollbildern Bildübergänge, Titel oder sonstige Effekte dargestellt werden soll, schaltet Edius seine Vorschau ab und rät zum Rendern. Hier hilft dann auch keine SSD Festplatte mit einem Pentium Dual Prozessor, sondern Intel i3, i5 oder besser i7 lassen grüßen.

Jedenfalls hat mich die SSD Festplatte extrem überzeugt, so daß ich sie in meinem großen Rechner mit Windows 7 (64-bit) installiert habe. Der Anschluß der Festplatte ist absolut dergleiche wie bei allen anderen SATA Festplatten. Rechnergehäuse auf, alte Festplatte mit samt Festplattenkühler auf ewig ausgebaut und dafür die kleine SSD Festplatte eingeschraubt. Das gesamte Sytem läuft wunderbar schnell. Nachdem BIOS Selbsttest, also dann, wenn das BIOS beginnt, das entsprechende Betriebssystem zu starten, dauert der Windows 7 Start ca. 7 Sekunden. Das Nachladen diverse Autostart-Programme ist nicht mehr wahrnehmbar, da die SSD Festplatte mit unglaublich hohen Lese- und Schreibgeschwindigkeiten sämtliche Daten liefert. Die SSD Festplatte läuft aufgrund ihrer 60 GB vorerst als Systemplatte, also dort, wo das Betriebssystem und die Programme installiert sind. Für die Videobearbeitung nutze ich vorerst meine beiden VelociRaptor von Western Digital.

Wer sich eine SSD Festplatte zulegt, sollte stets auf die aktuelle Firmware Version achten, die innerhalb der SSD Festplatten installiert ist. Entsprechend gut fühlt man sich auf der Internetseite von OCZ Technology beraten. Unter http://www.ocztechnology.com findet man in englischer Sprache sowohl ausführliche Produktbeschreibungen als auch Support-Informationen über die aktuelle Firmware der SSD Festplatten. Wer nach der Installation einer SSD Festplatte feststellt, daß diese nicht vom Rechner erkannt wird, sollte ebenfalls überprüfen, ob es eine neue Firmware bzw. ein Upgrade für das BIOS des Rechners gibt. Meistens gibt es auf den Herstellerseiten der Hauptplatine (Motherboard) kleine Online-Programme, die den genauen Modelltyp sowie erforderliche Treiber und Updates automatisch identifizieren. In aller Regel werden SSD Festplatten von den beisten BIOS gleich beim Startvorgang erkannt.

Nachstehend noch zwei Vergleichsdiagramme, die mit dem Programm "HD Tune" erstellt wurden. HD Tune ist übrigens als kostenloses Programm für den persönlichen Gebrauch erhältlich (Freeware for personal use) und wird unter der Adresse http://www.hdtune.com zum Herunterladen angeboten. Deutlich sind auf den beiden Abbildungen jeweils die Betriebstemparaturen, die Zugriffszeiten sowie die Schreib- und Lesegeschwindigkeiten im Zeitverlauf zu sehen.

HD Tune Test mit Western Digital
HD Tune Test mit Western Digital
Minimum: 54,7 MB/s
Maximum: 84,9 MB/s
   
HD Tune Test mit OCZ Vertex2
HD Tune Test mit OCZ Vertex2
Minimum: 102,5 MB/s
Maximum: 206,4 MB/s

Zusammenfassung
Einmal mehr kann Pennula eine Empfehlung bzw. sogar eine Kaufempfehlung für jene aussprechen, welche die Systemleistung ihres älteren, aber auch neuen Rechners (Notebook oder Desktop) spürbar optimieren wollen. Neben der Herstellerfirma OCZ Technology gibt es selbstredend weitere Hersteller für SSD Festplatten. Doch die OCZ und vor allem die Produktlinie Vertex2 E hat mich voll überzeugt.

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