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Videobearbeitung und Videoschnittprogramme für die GoPro HD Hero und Upload bei YouTube

Im Laufe der letzten Monate habe ich unzählig viele E-Mail-Anfragen bekommen, die alle das Thema Videoschnitt und passende Videoschnittprogramme für die GoPro HD Hero bzw. Actionpro SD20F beinhalteten. Da die meisten von Euch wohl auch gerne ihre Videofilme bei YouTube hochladen möchten, aber hierbei mit dem undurchschaubaren Dschungel an Videoformaten wiederum haufenweise Fragen entstehen, findet Ihr nachstehend auch hierzu einen kleinen Ratgeber.

Einleitung
Wie immer, möchte ich Euch eine kleine Einleitung abliefern, damit Ihr Euch ein bißchen Wissen über die Videotechnik bzw. über Videoschnittprogramme anlesen könnt. Bis Mitte der 1990'er Jahre war der analoge, sogenannte "lineare Videoschnitt" Standard bei Fernseh- und Rundfunkanstalten sowie bei Heimanwendern. Dies bedeutete, daß man das damals analoge Videosignal von der Kamera bzw. von einem Videorekorder über das SCART Kabel oder über das S-Video-Kabel abgespielt hat und mit einem zweiten Videorekorder "live" aufgezeichnet hat. Der Schnitt war entweder manuell via Fernbedienung, via Pause-Taste oder via Schnittsteuergerät möglich. Insbesondere ein Schnittsteuergerät - damals unglaublich teuer und heute für billiges Geld bei Ebay zu bekommen - konnte zwei Videorekorder ansteuern, um den Start-Pause-Aufnahme-Vorgang mit einem vorher definierten Programmablauf mehr oder weniger zu automatisieren. Das ging allerdings nur, wenn die Videokamera einen sogenannten Timecode auf das Videoband schrieb. Um das Ganze noch zu optimieren, konnte ein Videomischer eingeschleift werden, so daß beispielsweise Übergangseffekte (Wischblende, Fade-In oder Fade-Out) eingeschnitten werden konnten. Das Prinzip, eine "geschnittene" Kopie zu erstellen, blieb aber immer gleich, d.h. das Original von der Videokamera wurde mindestens einmal, wenn nicht sogar zweimal kopiert. Damit waren bei VHS, S-VHS, Video8 oder Hi8 zwangsläufig Qualitätsverluste vorprogrammiert.



Mit dem Aufkommen der ersten DV-Videokameras (DV = Digital Video) und mit immer stärkeren Computerprozessoren änderte sich die ganze Videowelt schlagartig. Anfangs übernahm der Computer die Funktion des Schnittsteuergerätes, später wurden die gesamten Videosequenzen auf die Festplatte übertragen, also digitalisiert, so daß der Computer insgesamt als Schnittsteuergerät, als Titelgerät sowie als Videoeffektgerät und sogar als Tonmischpult genutzt werden konnte. Pennula hatte damals - es muß das Jahr 1993 - gewesen sein, den sogenannten "AV Master" der Firma Fast Multimedia im Einsatz. Später kam die sogenannte "FAST Videomachine" zum Einsatz, so daß ein vollständig "non-linearer Videoschnitt" möglich war. Linear bedeutete, daß die Videogeräte direkt miteinander verbunden waren, also Abspielen auf dem einen Gerät und direkte Aufnahme auf einem zweiten Gerät (Videokopie), während die Bezeichnung "non-linear" darauf verwies, alles Video- und Audiomaterial im Computer zu digitalisieren und nach erfolgreichem Schnitt auf ein externes Videogerät (beispielsweise S-VHS oder Sony U-Matic bzw. BETACAM-SP) zurückzuspielen. Der unendlich große Vorteil lag darin, bildgenau schneiden zu können und bei großartigen Videoeffekten, die vorher meistens nur durch Anfertigen einer dritten oder vierten Videogeneration möglich waren (Qualitätsverlust), direkt mit dem Originalmaterial in bester Videoqualität arbeiten zu können.

Die erste Generation der Videoschnittprogramme war sozusagen ein Schnittcomputer, der Videoabspielgerät und Videoaufnahmegerät über den Timecode steuern könnte. In einer Schnittliste (vergleichbar mit einer Excel-Tabelle) wurden die Videoszenen sekundengenau der Reihe nach abgespielt bzw. aufgenommen und geschnitten. Die zweite Generation der Videoschnittprogramme war das Digitalisieren analoger Videoquellen direkt auf die Festplatte, d.h. der Computer funktionierte als Videorekorder, wobei extrem teure und schnelle Videofestplatten, u.a. SCSI, notwendig waren, um damals unter Windows 95 überhaupt einen schnellen Datenfluß zu ermöglichen. Das einmal überspielte bzw. digitalisierte Videomaterial konnte dann nach Herzenslust bildgenau (1/25 Sekunde) mit Toneffekten, mit Titeln mit Videoeffekten, mit Bild-in-Bild-Effekten etc. bearbeitet, geschnitten und zum Schluß auf einen Videorekorder (der Experte sprach von einer Bandmaschine oder MAZ) ausgespielt werden. Die dritte und heutige Generation der Videoschnittprogramme arbeitet komplett digital, so daß Videoaufnahmen anfangs über den Firewire Anschluß ohne Qualitätsverlust auf die Festplatte übertragen werden konnten. Alternativ konnten und können Videodaten von Speicherkarten direkt auf die Festplatte übertragen werden, um sie dann ebenso nach Herzenslust zu schneiden. Bis ins Jahr 2005 wurde das Material dann meistens nicht mehr auf eine VHS-Kassette, sondern als MPEG-2-Videostream auf eine DVD kopiert, so daß man absolut perfektes Videomaterial erzeugen konnte.

Ab dem Jahre 2006 sprach man dann nur noch von Flachbildschirmen und High Definition Video. Im Grunde genommen war lediglich die Technik soweit vorangeschritten, daß das ehemalige - aus dem analogen Videosystem stammende - Bildverhältnis von seinerzeit 768 x 576 Bildpunkten (4:3) auf das ca. dreifache erweitert wurde. Heute sprechen wir vom (ehemaligen) HDV-Standard mit 1280 x 720 Bildpunkten (16:9) oder vom Full-HD-Standard mit 1920 x 1080 Bildpunkten (16:9). Durch diese enorme Erweiterung konnten Videoaufnahmen ein bislang unbekanntes Ausmaß an Qualität und Schärfe erreichen. Bedenkt bitte, daß Ihr vorher in einer Videozeile lediglich 768 Bildpunkte darstellen konntet, aber heute 1920 Bildpunkte nutzen könnt. Mehr Bildinformationen, mehr Farbtreue, mehr Schärfe usw. Ein klassisches Beispiel sind Aufnahmen von einer grünen Wiese: Früher - im VHS und DVD Videozeitalter - habt Ihr auf dem Fernseher lediglich eine grüne Fläche gesehen. Das war schön und gut. Heute könnt Ihr Dank HDTV jeden einzelnen Grashalm auf dieser Wiese erkennen. Ein echter Quantensprung der Video- und Fernsehtechnik!

Wie immer gab und gibt es aber zwei Seiten einer Medaille, d.h. die schöne, neue, hochauflösende Videoqualität verlangte nun auch Computer und Videoschnittprogramme mit extrem "perverser" Rechenleistung. Das, was ein Pentium II oder Pentium III Rechner unter dem Betriebssystem Windows im DV- oder DVD-Videoformat mit MPEG-2-Videodateien völlig problemlos und ohne Ruckeln bewältigen konnte, ging mit HDV bzw. HDTV nicht mehr. Stellt Euch einfach nur symbolisch vor, daß Ihr mit HDTV nun die dreifache Videomenge über Eure Festplatten und durch Euren Computerprozessor jagt, d.h. Rechenleistung, Arbeitsspeicher und viel Speicherplatz sind und waren die Konsequenz, um überhaupt mit HDTV arbeiten zu können. Allein das Beispiel, daß Eure Videodaten, die damals schon im Gigabyte Bereich lagen, nun verdreifacht werden, läßt Euch erahnen, daß seitens der Videoindustrie neue Komprimierungsverfahren entwickelt werden mußten, da es völlig unmöglich war und ist, mehrere Gigabyte Videodaten pro Sekunde unkomprimiert durch einen Computerprozessor bzw. durch zwei, vier oder sechs Computer-Prozessor-Kerne durchzuschicken.

Folglich entstand der in Fachzeitschriften vielzitierte Dschungel an Videoformaten. Zu VHS, S-VHS, Video8 und Hi8 gesellten sich DV, DVCAM, DVCPRO sowie HDV und schließlich MPEG-2, MPEG-4, H.264, WMV, AVI, MOV, MTS, Quicktime, DVCPRO-HD, MKV oder DIVx (...) hinzu. Alles sind sogenannte Videocontainer, also Dateiformate, die entweder von JVC, Panasonic oder Sony auf den Markt gebracht wurden und - wie sollte es anders sein - untereinander nicht kompatibel sind. Zwangsläufig benötigt man heute für jedes Videoformat bzw. für jeden Videocontainer zumindest am Computer einen sogenannten "Videocodec", um überhaupt die Videodaten anschauen zu können. Das gleiche Elend hat sich im Audiobereich entwickelt, d.h. neben PCM haben sich WAV, MP3 etc. entwickelt. Daher ist es für Euch, die mit dem Videoschnitt am Computer anfangen wollen, wichtig, daß Ihr Euch ein Videoschnittprogramm kauft, daß eine Vielzahl von Videoformaten importieren, lesen, bearbeiten und schneiden kann. Die fertig konfektionierten "Videotools" unter Windows und Linux sind im wahrsten Sinne des Wortes nur "Kinderkram", damit habt Ihr keine Freude und schießt Euren Computer aufgrund der fehlenden Kompatibilität stets in die berühmten "Blue Screen". Das bedeutet, daß Ihr den Speicherüberlauf bzw. den Systemabsturz provoziert.


Videoschnittprogramme, die keine Probleme bereiten
Natürlich gibt es mindestens ein Dutzend Videoschnittprogramme, die alle irgendwie gut und bedingt durch einfache Bedienung oder durch Systemvielfalt beliebt und weniger beliebt sind. Man kann nur sehr schwer eine Pauschalaussage treffen, daß beispielsweise das Programm mit dem Namen A besser sei als das Programm mit dem Namen B. Hier kommt es auf unzählig viele Faktoren an: Der eine sucht ein reines Schnittprogramm, der andere möchte viel Titel und bunte Effekte einschneiden und wiederum ein anderer möchte ein wahres audio-visuelles Multimedia-Feuerwerk als Videofilm schneiden. Es gibt alles! Der Markt bietet absolute Vielfalt für den Heimanwender, doch achtet bitte immer ein bißchen auf die Formatvielfalt und die Kompatibilität hinsichtlich der modernen Videoformate. Ein konkretes Beispiel: Während Ihr gestern noch mit Eurer Videokamera gefilmt habt und mit einem preiswerten Videoschnittprogramm fast wunschlos glücklich gewesen seid, weil Ihr alles am PC schneiden und bearbeitet konntet, wird heute mit digitalen Spiegelreflexkameras gefilmt und morgen kommt das 4K-Format, d.h. ein noch besseres High Definition Format. Ihr kennt ja den Spruch "höher, schneller, weiter". Ebenso ist's mit den Videoschnittprogrammen: Gestern war es noch gut, aber heute ist's schon zu alt, um die neue Formatvielfalt zu bearbeiten.



Nun kommen wir zu den Details:
Pennula arbeitete damals mit dem Programm "Ulead MediaStudio Pro". Es war damals - also vor ca. zehn Jahren - für meine Zwecke ausreichend: Videoschnitt mit DV-Videokamera und Ausspielen auf BETACAM-SP sowie auf DVD und/oder S-VHS-Videorekorder. Dann entstand der Wunsch, schöne Zeitlupeneffekte zu generieren. Das konnte "Ulead MediaStudio Pro" nicht wirklich gut: Zeitlupen waren total verruckelt, kantig und krumm. Es sah einfach nur schlecht aus. Also lachte ich mir damals das Programm "Adobe Premiere" sowie "Adobe Premiere Pro" an. Aha, da war die Zeitlupe perfekt, aber das große Adobe Programmpaket hatte mich total überfordert. Da gab es - ungelogen - 100.000 Einstellknöpfe und Parameter, die absolut sinnvoll sind und ihre Daseinsberechtigung haben, aber ich verstand es nicht. Selbst Fachbücher habe ich nicht verstanden, da mich die gesamte Adobe-Produktpalette überfordert hat. Ich wollte ja nur schöne Zeitlupeneffekte generieren, aber nicht gleich ein Multimedia-Feuerwerk veranstalten. So schaute ich mir noch die Programme "Magix Video Deluxe" und "Sony Vegas" an. Auch wenn ich der Firma Sony nun Unrecht tue, das Programm stürzte damals im Jahre 2004/2005 auf meinem Computersystem permanent ab (Originalversion, keine Raubkopie!) und auch Magix installierte einen Haufen von Zusatzprogrammen, die ich nicht zuordnen konnte.

Alles in allem gefiel mir das nicht; wohl deshalb, weil man sich an das Arbeit mit "Ulead MediaStudio Pro" gewöhnt hatte. Ach ja, bevor ich es vergesse: Da ich mit dem "AV Master" bzw. mit der "FAST Videomachine" groß geworden bin, nutze ich stets einen Kontrollbildschirm, d.h. es gab einen Computerbildschirm, wo die sogenannte Timeline zu sehen war, einen zweiten Computerbildschirm, wo die ganzen Einstellungen des Videoschnittprogramms angezeigt wurden sowie den dritten Bildschirm, einen Fernseher, der das Videobild im PAL TV Modus angezeigt hatte. Damit kamen seinerzeit Magix, Sony & Co. wohl nicht zurecht.

Auf Empfehlung zahlreicher Kollegen schaute ich mir noch das AVID Videosystem an. Das, was Ferrari für den Rennsport ist, war AVID für den Videoschnitt. Mit dem AVID konnte man damals alles machen, was wiederum zur Folge hatte, das man sein Sparschwein auch bis auf den letzten Pfennig hätte leeren müssen. Schließlich fand ich das Programm meiner Träume: Es hieß damals "Canopus Edius Broadcast". Über Preise reden wir nicht, aber es war genau das Programm, das ich für meine durchaus professionellen Zwecke nutzen konnte. Es gab PCI Erweiterungskarten, über welche alle möglichen Videoformate eingespielt und ausgespielt werden konnten. Die Effektpalette in der Software selbst reichte von einer einfachen Wischblende bis hin zum Blue-Box oder Green-Box Effekt.

Aber die Zeitlupe, und um das ging es mir ja, war ein Traum - und so einfach: Lediglich den Videoclip anklicken, dann die Geschwindigkeit von 100 Prozent auf 35 Prozent in einem kleinen Einstellungsfenster reduziert, und schon war das Ziel der harmonischen Zeitlupe völlig problemlos erreicht. Das war im Jahre 2005.

Mit HDTV lachte ich mir dann die Panasonic Broadcastkamera HVX 200 an. Und da war das Problem der Formatvielfalt akut: Welches Schnittprogramm konnte das damals neuartige P2 Videoformat importieren? Leider nicht Canopus, sondern lediglich AVID und ADOBE. Längst waren ULEAD und MAGIX von meinem Computer gelöscht und ich wechselte wieder auf ADOBE. Die sogenannte "Production Suite" kostete damals im Studententarif 499,00 Euro. Nicht wirklich ein Geschenk, aber dafür war vom Photoshop über Adobe Acrobat und Adobe Aftereffects alles dabei, was das Computer- und Multimedia-Herz höher schlagen ließ.

Ich konnte mich immer noch nicht mit ADOBE anfreunden, da es einfach zu viel für meine Zwecke war, und entschied mich für einen Kompromiß: Effekte wurden auf ADOBE geschnitten und dann wiederum in CANOPUS importiert. Ihr seht, man gewöhnt sich sehr schnell und auch sehr intensiv an ein bestimmtes Videoschnittprogramm. So ging es mir und ich fuhr zweigleisig mit ADOBE und CANOPUS. Doch dann wurde die japanische Firma Canopus verkauft und brachte unter dem neuen Namen Thompson Grass Valley die zwei Spitzenprodukte EDIUS und NEO auf den Markt. Aufgrund meiner Kundennummer konnte ich gleich ein Update/Upgrade für das neue EDIUS 6.0 günstig kaufen, da EDIUS 6.0 alle Videoformate verstehen kann. Selbst das Videoformat der GoPro HD Hero, das der Canon und Nikon Spiegelreflexkamera (Videomodus) schluckt das Programm ohne Probleme. Na, und das P2 Videoformat von Panasonic (DVCPRO-HD) nimmt EDIUS ebenso freudig an wie das Quicktime Movie Format von Apple.

Das nach Pennula beste Videoschnittprogramm: Grass Valley Edius und Adobe After Effects
Erinnert Euch, daß ich oben schrieb, daß Videoschnittprogramme sehr viel mit Gewohnheit zu tun haben und vor allem mit dem, was Ihr später aus Euren Videofilmen machen wollt. Wer ein absolut professionelles Videoschnittprogramm sucht, ist mit "Grass Valley EDIUS" sowie mit "Adobe After Effects" bestens versorgt. Beide bieten dank der Hard- und Software-Erweiterung alle nur denkbaren Möglichkeiten, ein wirklich professionelles Videoschnittstudio einzurichten, um Industrie- und Werbefilme zu produzieren. Wir sprechen hier ganz klar von professioneller, kommerzieller, gewerblicher Videotechnik! Daher haben jene Programme auch ihren Preis. Wer "schnell mal seinen GoPro Videoclip schneiden will" braucht diese Programme nicht. Wer aber sorglos heute mit GoPro und morgen mit Spiegelreflexkameras und übermorgen mit professionellen Fernsehkameras arbeiten will oder arbeiten wird, dabei keinen Systemabsturz und keinen "Windows Blue Screen" erleben möchte, sollte sein Bankkonto bzw. sein Sparschwein für die Produktserie von GRASS VALLEY oder ADOBE plündern. Bedenkt aber, daß - wenn Ihr Neulinge seid - diese beiden Schnittsysteme Euch wahrscheinlich so vorkommen werden, als ob Ihr von jetzt auf gleich im Cockpit eines Airbus sitzt und den richtigen von 1.230 Knöpfchen finden und bedienen müßt.

Grass Valley
Weitere Informationen über "GRASS VALLEY EDIUS" findet Ihr unter http://www.grassvalley.com/products/edius_6. Auch könnt Ihr eine 30-Tage-Testversion kostenlos herunterladen und das Programm kennenlernen. Unter http://www.grassvalley.com/login?r=%2Fsupport%2Fdownloads%2Fdemos müßt Ihr Euch anmelden. Die Seite ist in zwar englischer Sprache gehalten, das Programm ist aber vollständig in deutsch und beinhaltet in der Testphase alle Funktionen.

Adobe
Weitere Informationen über "ADOBE PREMIERE PRO" findet Ihr unter http://www.adobe.com/de/products/premiere.html. Wer sich für das Programm "ADOBE AFTER EFFECTS" interessiert, sollte unter http://www.adobe.com/de/products/aftereffects.html nachschauen. Bei ADOBE könnt Ihr ebenfalls 30-Tage-Testversionen herunterladen, um die Programme spielerisch kennenzulernen. Ebenso müßt Ihr Euch hier als Nutzer registrieren.

Das nach Pennula sehr gute Videoschnittprogramm: Grass Valley Neo
Das nach Pennula sehr gute Videoschnittprogramm: Grass Valley Neo Man könnte sagen, daß es neben dem großen Profi-Schnittsystem EDIUS noch den kleinen Bruder mit dem Namen NEO gibt. Ebenfalls von der Firma Grass Valley gibt es das abgespeckte Programm NEO, das Euch fast alle Funktionen des großen Bruders bietet, aber in der Systemkompatibilität minimiert wurde. Wenn Ihr also nicht mit Fernsehkameras arbeitet und auch keine Ambitionen habt, Fernsehfilme mit entsprechenden Videodatenraten und Sendeformaten zu erstellen, sondern anspruchsvollen, absturzfreien Videoschnitt am Heimcomputer mit der GoPro HD Hero Kamera sowie mit herkömmlichen Videokameras und Camcordern, die auf Chipkarte aufzeichnen, zu machen, ist NEO eine sehr gute Wahl. Konkret heißt das: Videodaten der GoPro Hero auf den Festplatte kopieren, Videoschnittprogramm NEO starten, die richtige Einstellung für das Videoprojekt wählen (DVD, Online, PAL, NTSC) und loslegen.

Grass Valley NEO
Grass Valley NEO (Kaufempfehlung)
Wenn Ihr diesen Link auf Grass Valley NEO anklickt, dann erscheint leider nur eine englische Beschreibung bei Amazon. Das liegt typischerweise daran, daß andere Herstellerprodukte bei Amazon bevorzugt werden (sollen), wobei ich Euch das Programm Grass Valley NEO aus tiefstem Herzen empfehlen kann. Natürlich ist es mit ca. 200,oo Euro nicht günstig, aber das Preis-/Leistungsverhältnis ist unschlagbar. Vor allem das GoPro Problem mit der Zeitlupe sowie mit der PAL und NTSC Konvetierung fallen mit Grass Valley NEO weg.

Das nach Pennula gute Videoschnittprogramm: Magix Video Deluxe (Preiswert und gut)
Während ADOBE, EDIUS und NEO ursprünglich aus der professionellen Videobearbeitung stammen, entwickelte sich die Produktserie von MAGIX wirklich für den Heimanwender - dies allerdings mit durchaus perfekten Funktionen. Während Ihr beispielsweise in EDIUS oder NEO nachträglich den Weißabgleich oder über ein professionelles Einstellmenü die Farbwerte verändern und/oder manipulieren könnt, bietet MAGIX diese Funktion natürlich auch, aber eben nicht auf so hochwertiger und professioneller Ebene. Damit Ihr Euch das ein bißchen besser vorstellen könnt, hier ein Beispiel: Wenn Ihr eine Hundehütte mit frischer Farbe streichen wollt, dann geht Ihr in einen Baumarkt und kauft einen Farbeimer in blau, weiß oder rot und beginnt mit Euren Malerarbeiten. Das wäre das Schnittsystem von MAGIX. Bei EDIUS und ADOBE verhält es sich aber so, daß Ihr zwischen mindestens 64 Blautönen auswählen könnt. Versteht Ihr, was ich meine? Konkret schreiben beispielsweise ARD und ZDF bestimmte Sendestandards bzw. Farbwerte vor, wie ein Dokumentarfilm geschnitten werden muß, damit er gesendet wird. Die Farbe "blau" wird dann nicht als "blau" definiert, sondern muß exakt einem ganz bestimmten Farbwert entsprechen. Also alles sehr professionell, sehr normiert. Daher sind ADOBE und EDIUS recht umfangreich in der Bedienung, was MAGIX nicht bietet. Wer aber aus trüben Videoaufnahmen des Himmels mit der GoPro HD Hero nachträglich einen sommerlichen Himmel erzeugen will, kann das mit MAGIX auch anstellen. Selbst das nachträgliche Ausstanzen von Farben ist möglich. Ebenso kann MAGIX alle herkömmlichen Videoformate importieren, bearbeiten und wieder ausspielen bzw. als AVI, MPEG, H.264, HDV, MOV, MP4 etc. speichern.

Magix
MAGIX Video Deluxe 18 MX Plus (Sonderedition I)
Für Einsteiger ist Magix Video Deluxe (Sonderedition) derzeit die beste Wahl, denn Ihr bekommt für ca. 89,oo Euro nicht nur das Videoschnittprogramm, sondern auch gleich die professionellen NewBlueFX Art Effects mit über 100 Effekten für kreative Filmkunstwerke im Wert von 139,99 Euro kostenlos dazu. Mit Magix Video Deluxe (Sonderedition) könnt Ihr alle HDV- und AVCHD Videokameras und selbstverständlich auch das Videoformat der GoPro HD Hero schneiden. Sogar die Audiobearbeitung in Dolby Digital 5.1 steht Euch zur Verfügung.

Die gesamte Magix Produktpalette
Wie Ihr korrekt bemerkt habt, verkaufen sich die Magix Videoschnittprogramme deshalb so gut, da sie speziell für Heimanwender konzipiert worden sind und Dank der zusätzlichen Softwarepakete (Sondereditionen) eine Fülle von professionellen Effekten mitliefern, die kinderleicht und intuitiv zu bedienen sind.

Wer sparen möchte, was absolut verständlich ist, sollte zu den Standardprogrammen greifen, also ohne Sonderedition und hat für nur 49,oo Euro ein gutes Videoschnittprogramm, das mit der GoPro HD Hero und dem heimischen Camcorder zusammenarbeitet.

Kurz und knackig
Fühlst Du Dich mit Deiner GoPro HD Hero sowie mit Deiner Videokamera als Profi, dann greife zu Grass Valley EDIUS sowie zur ADOBE Aftereffects. Bist Du hingegen ein Videoamateur mit dem Ziel hochwertige Homevideos zu erstellen und diese bei YouTube hochzuladen, dann greife mit der GoPro HD Hero zur MAGIX Video Deluxe. Vergiß' bitte die unter Windows mitgelieferten Standardprogramme, wie beispielsweise den Windows Video Maker oder Windows Live Movie Maker. Das ist Spielzeug und kein ernst zu nehmendes Videoschnittprogramm. Und auch wenn Du ein Anhänger vom iPad oder anderen Tablet PC's bist, fallen die darauf laufenden Videoschnittprogramme auch in die Kategorie "Spielzeug" und sind mit den hier vorgestellten Programmen nicht vergleichbar. Natürlich sind auch die anderen Videoschnittprogramme von Pinnacle, Corel, Fincal Cut, Nero sowie Avid gut, aber hierbei konnte Pennula nicht die Kompatibilität zur GoPro HD HERO1 und HERO2 testen. Mit anderen Worten: Bei Magix könnt Ihr zu Beginn nichts falsch machen!

Ein Nachwort zur richtigen Hardware
Wie Ihr oben korrekt gelesen habt, knattern mit HDTV drei- oder viermal so viele Videodaten durch Euren Computerprozessor. Speziell bei der Videobearbeitung ist das ganze System gefordert, d.h. schnelle, große Festplatten, sehr viel Arbeitsspeicher, Graphikkarte mit ebenso viel Arbeitsspeicher und natürlich ein Computerprozessor der Mehrkern-Technologie. Wenn Ihr Euch einen Videofilm von der GoPro HD Hero Kamera anschaut (bitte den Film auf die Festplatte kopieren und von dort aus abspielen) und dabei der Film ins Ruckeln gerät, habt Ihr den persönlichen Beweis dafür, daß Eurer System zu schwach bzw. zu langsam ist. Hier hilft meistens nur ein neues System. Empfehlenswert sind Intel i3, i5 oder i7 Prozessoren. Die Intel Xeon Prozessoren sind viel zu teuer und gehören in die Kategorie "unbezahlbar" und viel zu stark. Wenn Ihr auf einen externen Kontrollbildschirm (Fernseher) bei der Videobearbeitung verzichten könnt, da das Bild ja ohnehin im Schnittprogramm dargestellt wird, solltet Ihr Euch auf ein leistungsstarkes Notebook konzentrieren. Wer später die Videobearbeitung zu seinem Hobby machen möchte, sollte sich einen Desktop Computer mit entsprechenden Erweiterungsmöglichkeiten (Hardware Karten, etc.) anschaffen. Achtet aber bitte immer auf ausreichende Rechenleistung, damit Ihr auch die gewünschten Videoeffekte (Titel, Überblendungen, Musik, Farbkorrektur, etc.) in Echtzeit am Computer bearbeiten könnt. Da Pennula eine Vorliebe für Toshiba Notebooks hat, findet Ihr unter dem folgenden Link eine Produktauswahl von Notebooks, die für die Videobearbeitung mit der GoPro HD Hero bestens geeignet sind. Es handelt sich um Geräte, die grundsätzlich einen Intel Core i5 Prozessor, mindestens 4 Gigabyte Arbeitsspeicher und ausreichend große Festplatten beinhalten. Da die Menschheit derzeit auf Tablet PC's abfährt, sind die Notebookpreise absolut in den Keller gefallen, so daß Ihr bereits ab 450,oo Euro bei Amazon ein optimales Videoschnitt-Notebook bekommt!

GoPro Video bei YouTube hochladen
Logischerweise wollt Ihr Eure perfekt geschnittenen Videos auch gerne der öffentlichkeit über YouTube präsentieren. Aber welches Endformat solltet Ihr hierbei im Videoschnittprogramm einstellen? Beim Hochladen verlockt YouTube damit, daß es alle gängigen Videoformate beherrschen kann. Das ist auch völlig korrekt, doch wenn Ihr Videofilme von 20 oder 30 Minuten erstellt, dann werden Eure Videodaten schnell bis zu 15 oder 20 Gigabyte groß. Dann glüht nicht nur Eure Internetleitung, sondern auch YouTube neigt dazu, den sogenannten "Upload-Vorgang" abzubrechen. Daher solltet Ihr Euren Videoclip - meiner Empfehlung nach - als AVCHD im .mp4 Format (H.264) komprimieren und dann bei YouTube hochladen. Mit Grass Valley NEO oder mit Magix Video Deluxe (Sonderedition) könnt Ihr direkt im Programm dieses Zielformat angeben. Beachtet bitte, daß Euer Computer dann - je nach Rechenleistung - einige Minunten oder Stunden am Komprimieren ist. Wer noch kein Schnittprogramm nutzt, kann sich auch einmal mit dem preisgekrönten Programm TMPGEnc Video Mastering Works 5 anfreunden, das es als Testversion zum Herunterladen gibt. TMPGEnc Video Mastering Works 5 ist ein wunderbares Programm, das ich bereits an anderer Stelle meiner Internetseite beschrieben hatte. Es kann alle (!) Videoformate, darunter .avi, .dat, .evo, .m2v, .m1v, .h264, .mpv, .mpg, .mpeg, .mpg2, .mps, .mp2, .mpe, .m2s, .vdr, .vob, .mod, .vro, .ts, .trp, .tp, .m2t, .mkv, .mpt, .mmv, .m2ts, .mts, .flv, .mov, .mp4, .asf, .mp4, .mpeg4, .mpeg-4, .m4v, .3gp, .3g2, etc., konvertieren und komprimieren.
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