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Software Defined Radio mit dem NooElec R820T SDR & DVB-T NESDR Mini

Ungefähr zur Mitte der 1980'er Jahre kamen die ersten Funkscanner oder Radioscanner in Deutschland auf den Markt, wobei es sich streng genommen um sogenannte Export-Geräte handelte, die keine Zulassung von der damaligen Deutschen Bundespost hatten. Lediglich Amateurfunker oder bestimmte Personengruppen durften solche Geräte benutzen. Seinerzeit unterschied der Gesetzgeber sogar noch zwischen Besitz und Benutzung, d.h. der Besitz dieser Geräte war nicht strafbar, aber die Benutzung dieser Geräte, zumal man damit sämtliche Funkdienste abgehören konnte, die es im analogen Funksprechverkehr-Zeitalter gab.


Die alte, analoge Funkwelt
Es war schon furchtbar interessant, was man damals alles abhören konnte: Die Betonung liegt auf "damals", als es noch das B-Netz Autotelefon, das C-Netz Autotelefon, Haus- und Gartentelefone bzw. Schnurlostelefone sowie vollständig analogen Flugfunk, Polizeifunk, Taxifunk, Bahnfunk und Betriebsfunk gab. Doch eigentlich war es abzusehen, daß spätestens mit der Digitalisierung des alltäglichen Lebens nicht nur Videokameras und Fotokameras, sondern auch die drahtlose Kommunikation von analog auf digital umgestellt werden würde. Und so kam es denn auch: Auf einmal gab es kein B-Netz bzw. C-Netz Telefon mehr, sondern wurde durch das D-Netz und E-Netz im GSM Standard ersetzt. Fortan funkten Schnurlostelefone auch nicht mehr analog, sondern im DECT Standard. Und Polizei, Rettungswagen und Feuerwehr führten zusehends ihren digitalen Sprechfunk im TETRA Standard ein. Der gute, alte Funkscanner, der heute noch zu kaufen ist, hat damit ausgedient. Freilich gibt es noch den einen oder anderen Frequenzbereich, den man heute noch mit einem Radioscanner empfangen kann, so beispielsweise den Flugfunk im Bereich von 118,00 MHz bis 136,00 MHz oder den CB-Funk unterhalb von 30,00 MHz, aber die interessanten Funkdienste, die man aus purer Neugierde und ohne kriminelle Absicht ganz gerne abhören möchte, sind komplett digital und darüber hinaus auch noch digital verschlüsselt.

Und selbst wenn man den analogen Funkscanner auf die Frequenz des D-Netz von 880,00 MHz bis 915,00 MHz (Uplink) und 925,00 MHz bis 960,00 MHz (Downlink) bzw. des E-Netz von 1.710,00 MHz bis 1.785,00 MHz (Uplink) und 1.805,00 MHz bis 1.880,00 MHz (Downlink) einrastet, hört man nur ein Sausen und Pfeifen. Stellt Euch vor, Ihr würdet eine digitale Audio-CD in Euren analogen Kassettenrekorder hereinquetschen: Es gibt nichts zu hören, denn hier prallen die alte, analoge und die neue, digitale Welt aufeinander. Doch seit einigen Jahren scheint es, daß sich in der Szene etwas tut. Vor knapp drei Jahren kam ein unscheinbarer USB Stick mit dem Namen "Funcube" auf den Markt und kurz zuvor wurde die Funkszene mit dem Begriff "Software Defined Radio" konfrontiert. Mit anderen Worten: Man benutzt nicht mehr den Radioscanner, sondern den Computer, um analoge und digitale Funksignale zu empfangen und sogar zu entschlüsseln.


Die neue, digitale Funkwelt
Den Funcube habe ich mir vor knapp zwei Jahren über das Internet in Großbritannien gekauft, doch nur wenige Monate später wieder verkauft, da ich damit überhaupt nicht zurecht gekommen bin. Das war alles Neuland für mich, was ich ohne ein ausführliches Studium der Elektrotechnik oder Telekommunikationswissenschaften wohl nicht verstanden hätte. Doch das Prinzip, den Computer als Empfangseinheit zu nutzen und insbesondere die enorme Rechenleistung zum Dekodieren von Funksignalen zu verwenden, hat mich seit damals nicht in Ruhe gelassen. Und seit Ende des Jahres 2012 hat die Szene etwas ganz Spezielles entwickelt, nämlich die softwaremäßige Umwandlung eines regulären DVB-T USB Stick für knapp 20,00 Euro zu einem vollwertigen SDR Receiver. Ich weiß nicht, was mich mehr fasziniert hat, ob es die 20,00 Euro Anschaffungskosten waren oder die kinderleichte Bedienung unter Windows, die mich gereizt hat. Jedenfalls liegt der NooElec T820T SDR & DVB-T NESDR Mini nun hier und dient mir als analoger und digitaler Weltempfänger.

Damit Ihr das Ganze besser verstehen könnt: Diese DVB-T USB Empfänger sind eigentlich für den digitalen Rundfunk gedacht. Doch speziell der NooElec USB Stick verfügt intern über den RTL2832 Chipsatz sowie über die R820T Empfangseinheit, die sich mit einer speziellen, kostenlosen Software so manipulieren lassen, daß daß anstatt des digitalen Rundfunks ein Frequenzbereich von 24 bis 1.766 MHz freigeschaltet werden kann. Ja, Ihr lest richtig: Für 20,00 Euro bekommt Ihr einen digitalen Funkscanner.


Installation und Erklärung
Da ich mit dem Betriebssystem Windows groß geworden bin, fällt es mir sehr schwer, mich mit Linux anzufreunden. Und gerade unter Linux gibt es haufenweise Software, um digitale Funkdienste zu entschlüsseln - doch dazu später mehr. Was aber besonders schön ist, ist daß Ihr den NooElec USB Stick in wenigen Schritten auch unter Windows zum Laufen bringen könnt. Daher erschien es mir notwendig, einen kurzen Videofilm über die Installation des NooElec USB Stick zu erstellen. Diesen Videofilm findet Ihr bei YouTube und könnt ihn Euch jederzeit anschauen. Auf dieser Internetseite findet Ihr die notwendige Software sowie wichtige Hinweise zur Hardware. Maßgeblich ist allerdings der Videofilm bei YouTube, da ich dort alle Schritte ausführlich und in deutscher Sprache erklärt habe.


Die richtige Hardware: USB Stick
Zunächst benötigt Ihr die richtige Hardware. Ihr könnt Euch jeden DVB-T USB Stick kaufen, der beispielsweise bei Amazon oder bei Ebay angeboten wird. Wichtig ist jedoch, daß dieser USB Stick erstens den RTL2832 Chipsatz eingebaut hat, zweitens auf der R820T Empfangseinheit basiert und drittens einen externen Antennenanschluß hat. Ich empfehle Euch ausschließlich die USB Sticks von NooElec, da ich diese ausführlich getestet habe. Derzeit werden der NooElec R820T SDR & DVB-T NESDR Mini (schwarzes Gehäuse) und der NooElec R820T2 SDR & DVB-T NESDR Mini 2 (blaues Gehäuse) angeboten. Beide USB Sticks funktionieren als Software Defined Radio (SDR), allerdings hat der schwarze NooElec nach meinen Tests die besseren Empfangsleistungen. Daher klickt bitte auf das nachstehende Foto, um Euch den schwarzen NooElec USB Stick zu bestellen. Freilich könnt Ihr auch den blauen NooElec USB Stick bestellen oder gleich beide und dann damit selbst Eure Tests machen. Ihr müßt mich bitte nicht nachahmen, aber ich habe mir gleich fünf Stück vom NooElec bestellt, denn erstens waren die Versandkosten gleich und zweitens weiß niemand, wie lange man diese USB Sticks noch frei kaufen darf.

NooElec R820T SDR & DVB-T NESDR Mini
NooElec R820T SDR & DVB-T NESDR Mini
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NooElec R820T2 SDR & DVB-T NESDR Mini 2
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Die richtige Hardware: Die perfekte Antenne
Egal, ob Ihr den schwarzen NooElec oder den blauen NooElec bestellt, wird stets eine kleine Teleskop-Antenne mitgeliefert, die Ihr zwangsläufig für einen vernünftigen Empfang benötigt. Wenn Ihr allerdings bestimmte Funkdienste gezielt empfangen wollt, solltet Ihr Euch gleich eine Außenantenne oder sogar eine Richtantenne sowie den notwendigen Adapter-Stecker bestellen. Bedenkt bitte, daß die Antenne das Allerwichtigste beim Funkempfang ist. Solltet Ihr ein Anfänger im Thema SDR sein, holt Euch am besten eine Breitband-Scanner-Antenne. Der Markt bietet hier u.a. die Typen Sky-Scanner-Antennen, Discone-Antennen, Rundstrahlantennen, etc. Je nach Antenne ist ein Adapter-Stecker notwendig, wobei Ihr wissen müßt, daß der NooElec über eine MCX Buchse verfügt, d.h. der Adapter muß von der Antenne kommend auf einen MCX Stecker gehen. Nachstehend habe ich Euch sinnvolle und preisgünstige Antennen herausgesucht, die Ihr direkt via Ebay bestellen könnt. Klickt bitte auf die Abbildung, um weitere Informationen und Preise zu erhalten.

GSM Richtantenne Adapter NooElec BNC MCX Breitband Discone Antenne SDR und Scanner-Antenne Sky Scan MAG

Die richtige Hardware: Bücher und Frequenzlisten
Es wird leider nicht nur bei einem Preis von knapp 20,00 Euro für den USB Stick bleiben, zumindest dann nicht, wenn Ihr Euch tiefer mit der ganzen Materie beschäftigen wollt. Ich empfehle Euch zumindest eines der nachstehenden Bücher, die voll mit Frequenzlisten und ausführlichen Beschreibungen über die verfügbaren analogen und digitalen Funkdienste sind. Teilweise sind diese Bücher im aktuellen Buchhandel zu beziehen, teilweise gibt es diese Bücher nur noch gebraucht zu kaufen. Im Internet nach Frequenzlisten zu suchen, macht wenig Sinn, denn wer verifiziert diese Angaben - oder anders formuliert: Mir haben diese Bücher ein großes Stück Wissen vermittelt, zumal immer wieder Bezug auf Funkverfahren, auf Antennen oder auf mögliche Verschlüsselungstechniken genommen wird. Wenn Ihr kein Geld für Bücher ausgeben wollt, dann schaut in Eurer Stadt- oder Universitätsbibliothek nach, denn dort könnt Ihr die Bücher ausleihen bzw. fotokopieren. Klickt bitte auf den Buchtitel, um weitere Informationen und Bezugsquellen zu erhalten.


Die richtige Software: Treiber ZADIG
Wie bereits oben geschrieben wird hier die Funktion unter Windows beschrieben. Selbstverständlich gibt es die passenden Treiber auch für andere Betriebssysteme, wie etwa Linux oder Apple Mac OS, doch wir beschränken uns auf die einfache Windows-Welt. Egal, ob Ihr mit Windows XP oder mit Windows 7, Windows 8 oder Windows 10 arbeitet, dürfte Euch bekannt sein, daß jedes USB-Gerät von Windows gleich mit dem passenden Treiber versorgt werden will. Windows ist ja gar nicht so schlecht, wie alle anderen immer behaupten. Doch da Ihr bewußt kein DVB-T Fernsehen empfangen wollt, sondern mit dem NooElec andere Frequenzbereiche ausspionieren wollt, muß vorher ein besonderer Treiber installiert werden, mit dem Windows freilich ohne Probleme zusammenarbeitet. Dieser Treiber nennt sich ZADIG. Ohne ZADIG wird Euch Windows automatisch einen typischen DVB-T-Treiber für den normalen Rundfunkempfang installieren. Da Ihr jedoch alles andere als Rundfunk empfangen wollt, müßt Ihr zunächst das Programm ZADIG installieren, das Ihr nachstehend virengeprüft und verifiziert kostenlos herunterladen könnt.

ZADIG für Windows XP
ZADIG für Windows XP
» ZADIG-XP.EXE «
ZADIG für Windows Vista, Win 7, etc.
ZADIG für Windows Vista, Win 7, etc.
» ZADIG.EXE «
ZADIG Internetseite
ZADIG Internetseite
» http://zadig.akeo.ie «


Das notwendige Programm: SDR Sharp (SDR#)
Nachdem Ihr ZADIG installiert habt, was ich Euch in aller Ausführlichkeit im Videofilm bei YouTube zeige, fehlt Euch nur noch das richtige Programm, um den NooElec im gewünschten Frequenzbereich zu bedienen. Für Anfänger und Fortgeschrittene ist das Programm SDR Sharp unter Windows bestens geeignet, da es absolut einfach und intuitiv zu bedienen ist. Auch SDR Sharp ist frei und kostenlos verfügbar, d.h. Ihr könnt es nachstehend herunterladen. Bemerkenswert sind übrigens die vielen Programmerweiterungen für SDR Sharp; so gibt es beispielsweise eine Scanner-Funktion, einen Frequenzlisten-Manager und vieles mehr. Nachstehend könnt Ihr zwei Programmversionen herunterladen, wobei die Dateien mit Winrar komprimiert sind. Windows erkennt normalerweise komprimierte Datenpakete und bietet die Funktion "Entpacken" automatisch im Dateimanager an. Falls nicht, solltet Ihr Euch noch das Programm Winrar selbst herunterladen und installieren. Ich biete übrigens zwei Versionen von SDR Sharp an: Eine ältere Programmversion, die bei mir unter Windows XP, Windows 7, etc. völlig sauber und problemlos läuft, und eine andere, aktuelle Programmversion mit größerem Funktionsumfang. Probiert bitte beide Programmpakete aus und entscheidet Euch für jene, die bei Euch stabil läuft.

SDR SHARP - Alte Programmversion
SDR SHARP
Alte Programmversion
» SDR-ALT.rar «
SDR SHARP - Neue Programmversion
SDR SHARP
Neue Programmversion
» SDR-NEU.rar «
WINRAR Programm zum Entpacken
WINRAR
Programm zum Entpacken
» http://www.winrar.de «

Nun habt Ihr alle notwendigen Treiber und Programme auf Eurer Festplatte gespeichert bzw. installiert, so daß Ihr nun mit dem Software Defined Radio bzw. mit dem NooElec arbeiten könnt. Bitte schaut Euch den Videofilm bei YouTube an, da ich dort alle Installationsschritte sowie insbesondere die Möglichkeiten im Programm erkläre. Wichtig ist das Grundverständnis, das ich Euch mit auf den Weg geben möchte. Verdeutlicht Euch aber bitte auch das absolut Geniale an dieser Technologie: Während Ihr früher beispielsweise über den Kopfhörerausgang eines Radioscanners Audiomitschnitte einer einzigen Frequenz aufgezeichnet habt, könnt Ihr mit dem NooElec eine Bandbreite von mehreren MHz direkt aus dem Äther mitschneiden. Ihr zeichnet dabei nicht etwa irgendwelche Tonsignale auf, sondern Ihr zeichnet alle Funkdaten in einem fest definiertem Frequenzspektrum auf.


Ein Beispiel: Ihr wollt den Flugfunk oder eventuell auch den Polizeifunk überwachen. Sowohl im Flugfunk als auch im Polizeifunk gibt es ja nicht nur die eine Frequenz, die man mithören möchte, sondern es gibt mindestens ein ganzes Dutzend von Frequenzen, die man am liebsten parallel aufzeichnen möchte. Mit dem NooElec könnt Ihr nun beispielsweise von 122,000 MHz bis 124,00 MHz alles (!) aufzeichnen, was im Äther innerhalb dieser 2,00 MHz gesendet wird. Nachträglich könnt Ihr dieses Frequenzspektrum in aller Ruhe auswerten.

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