PennulaMit Amazon Warehouse Deals beim Online Shopping sparen.PennulaHauptseitePennula
Hauptseite Kurzportrait von Pennula Airport Webcam Flugplatz und Flughafen Livecam aus aller Welt Cockpit View Videofilme und Fliegerfilme Flugwetterberichte mit Wolkenradar, Regenradar und Niederschlagsradar Luftbilder und Luftaufnahmen aus ganz Deutschland kostenlos Spezialthemen und Spezialberichte Kameratechnik Videotechnik Flugplanung ICAO und GPS Navigation Videofilme und Fotos von Modelleisenbahnen und Modellbahnen
Die neue GoPro Hero Black 5

Test und Erfahrungsbericht mit der Videofunktion der Pentax K-r

Als markentreuer Pentax-Kunde habe ich lange auf die neuen, digitalen Spiegelreflexkameras Pentax K-r und Pentax K-5 gewartet. Dabei hat mich insbesondere neben der Bildqualität die Videofunktion interessiert. Es geht um die Frage, sich entweder eine videofilmende Fotokamera oder fotografierende Videokamera anzuschaffen. In der letzten Hälfte des Monates September wurde die Pentax K-r sowie ihre größere Schwester Pentax K-5 angekündigt, doch erst seit Anfang November 2010 ist zumindest die Pentax K-r an Händler ausgeliefert worden und damit auf dem Markt verfügbar.


Digitale Spiegelreflexkamera Pentax K-r
SLR Pentax K-r
Bildquelle:
PENTAX Imaging Systems GmbH

In einem Elektronikgeschäft der großen Metro-Gruppe durfte ich die Pentax K-r im Videomodus ausprobieren. Genutzt wurde das im Set erhältliche Standard-Objektiv von Pentax mit der Typenbezeichnung "smc DA 18-55mm F/3,5~5,6 AL" sowie das Teleobjektiv der Firma Tamron mit der Typenbezeichnung "AF 70-300mm F/4-5,6 Di LD MACRO 1:2".

Gefilmt wurde ausschließlich im Verkaufsraum, d.h. kein Tageslicht, sondern reine Neonröhrenbeleuchtung. Die Bildqualität im Photomodus konnte ich nicht beurteilen, da dies im Verkaufsraum bei Kunstlicht definitiv nicht möglich ist. Hierzu hätte ich Außen- und Landschaftsaufnahmen machen müssen, was jedoch in meiner 15-minütigen Testphase nicht möglich war. Allerdings - und das interessierte mich weitaus mehr - konnte ich die Videofunktion testen.

Da ich wenig Zeit hatte, mir die Bedienungsanleitung durchzulesen, dürfte es wohl so sein, dass der Autofokus während der Videoaufnahme nicht funktioniert, d.h. vor der Videoaufnahme muß das gewünschte Motiv scharf gestellt werden.

Mit Drücken auf den Auslöseknopf beginnt die Videoaufnahme. Während der Videoaufnahme läßt sich die Schärfe automatisch nicht kontrollieren; zumindest habe ich keinen Hinweis in der Kürze der Zeit in der Bedienungsanleitung gefunden. Die klassische Autofokus-Funktion, wie man sie von Videokameras her kennt, scheint es nicht zu geben.

Es bleibt daher wohl nichts anderes übrig, als die Schärfe manuell zu ziehen, wie im nachstehenden Videofilm bei Minute 1:54 sichtbar wird. Letztlich kein Problem, denn das Filmen mit einer digitalen Spiegelreflexkamera beruht ja schließlich auf dem Effekt, mit der Tiefenschärfe bzw. Schärfentiefe spielen zu können.

Wird die Kamera in den Modus MF (manueller Fokus) geschaltet, läßt sich die Schärfe entsprechend direkt am Objektiv nachziehen. Den künstlerischen und gestalterischen Möglichkeiten sind damit keine Grenzen mehr gesetzt.


Seltsamerweise speichert die Pentax K-r die Videoclips immer in vollen Sekunden. Anders als beim Timecode von Videokameras, bei denen eine Szene bis auf das Einzelbild zerlegt wird, beispielsweise 3:10:09 (drei Minuten, zehn Sekunden und neun Einzelbilder), wird bei der Pentax K-r jede Videodatei auf volle Sekunden "auf- oder abgerundet", so dass sich immer Videocliplängen von min:sek:00 ergeben. Das Auf- und Abrunden heißt jedoch nicht, dass Videoclips von der Kamera ab- oder weggeschnitten werden. Vermutlich liegt es daran, dass die Videoaufnahmen im internen Bild-/Videoprozessor temporär zwischengespeichert werden und erst nach Beenden der Videoaufnahme mit 25 Bildern pro Sekunde auf die SD-Karte oder SDHC-Karte geschrieben werden.

Testfilm: Pentax K-r
Die Videosequenzen wurden in 1280x720 Pixel gedreht und mit Grass Valley Canopus Edius 5.51 hintereinander geschnitten. Eine Farbkorrektur wurde nicht vorgenommen. Der Import in gängige Videoschnittprogramme dürfte also kein Problem darstellen. Der Pentax-eigene Bildstabilisator wurde während der gesamten Aufnahme aktiviert und liefert halbwegs ruhige Sequenzen; allerdings wird dadurch der "Rolling Shutter Effekt" nicht vermieden.


Gerade die Bildrate war für mich ausschlaggebend. Ich hasse - zumindest als Konsument in Europa - Kamerahersteller, die ihre an sich guten Produkte leider mit 30 fps, 60 fps oder krummen 27,842 fps auf dem deutschen Markt verkaufen. Die Probleme beim späteren Videoschnitt, wenn Videoclips mit 25 fps oder 50 fps, die der Norm entsprechen, mit Videoclips anderer Bildraten auf der Timeline zusammentreffen, sind vorprogrammiert. Die Pentax K-r zeichnet mit ordentlichen 25 fps bzw. Bildern pro Sekunde auf - ganz so, wie es sein soll! Die Videoclips werden progessiv in 1280x720 Pixel mit einer Mono-Tonspur in 32KHz (16bit, PCM Wave Audio) aufzeichnet. Gespeichert wird alles im *.avi Container. Pentax selbst gibt in den technischen Details an, dass die maximale Aufnahmelänge bei 25 Minuten oder 4,0 GByte liegt. Bei meinen Versuchen konnte ich feststellen, dass eine Videosekunde durchschnittlich zwischen 4,3 MByte und 4,7 MByte Speicherplatz auf der SD-Karte oder SDHC-Karte benötigt.


Nach meinem kurzen und gewiß nicht wirklich repräsentativem Test erscheint die Pentax K-r als eine ordentliche Spiegelreflexkamera, die sich vor Canon, Nikon & Co. nicht verstecken muß. Für Dokumentarfilme oder Filmportraits, die vorwiegend mit Stativ und ruhiger Kameraposition abgedreht werden, eignet sich die Pentax K-r durchaus; zumal nicht vergessen werden darf, dass sämtliche alten Objektive, die über einen Anschluß für das Pentax Bajonett (Pentax PK, KAF2, etc.) verfügen, für Videoaufnahmen genutzt werden können. Berücksichtigt man, dass die zwei genutzen Objektive wahrlich nicht zu den lichtstärksten gehören, sind die Aufnahmen bei Kunstlich jedoch recht brauchbar geworden. Entsprechend lassen sich die alten Telekanonen mit Blendenwerten von F6, F8 oder höher, die derzeit recht günstig über EBAY oder andere Quellen erhältlich sind, für Videofilmzwecke nutzen.


Ganz massive Kritik erfährt nicht nur die Pentax K-r, sondern im Grunde genommen jede videofilmende Photokamera, die als Bildsensor einen CMOS nutzt, denn deutlich ist im Testfilm der sogenannte "Rolling Shutter Effekt" zu erkennen. Speziell bei schnellen Bewegungen ist das Videobild verzerrt, d.h. markant senkrechte oder waagerechte Formen für die - wenn auch nur kurze - Dauer des Kameraschwenks schräg bzw. verzerrt abgelichtet werden. Das Fazit lautet: Pentax K-r als reine Fotokamera JA, aber als Videokamera leider NEIN.
www.Pennula.de | Markus Lenz | Frankfurt am Main | Kontakt | Statistik | Impressum | YouTube