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Test und Erfahrungsbericht Panasonic HDC SD 600 EGK

Die japanische Firma Panasonic hatte im Sommer 2010 eine neue Produktserie von Full HD 3MOS Camcordern auf den Markt gebracht. Hierzu zählten die Modelltypen HDC-SD 600, HDC-SD 707, HDC-TM 700 sowie HDC-HS 700. Alle vier Modelle verfügen über drei CMOS Bildchips, über ein 35mm Weitwinkelobjektiv vom Typ Leica Dicomar, speichern Videodaten auf SD/SDHC/SDXC Speicherkarten und können sowohl im "interlaced Mode" als auch im "progressive Mode" in 1920x1080 Pixel aufzeichnen.

Hier findet Ihr übrigens eine selbst erstellte Übersicht von passenden SD/SDHC/SDXC Speicherkarten.

Neu an dieser Produktserie ist die progressive Aufnahmetechnik mit 1920x1080 Pixel in 50 Vollbildern pro Sekunde gewesen. Neben der klassischen Videoaufnahme, entpuppte sich die HDC SD 600 auch als "Fotovideoknipse", d.h. es lassen sich Digitalphotos mit einer Auflösung von bis zu 14,2 Megapixel erstellen. Aus dem Videomodus heraus, also bei gleichzeitiger Aufnahme von Video und Foto, wird eine Auflösung von 13,3 Megapixel pro Einzelbild erreicht. Pennula hatte im Spätsommer 2010 einen kurzen Test- und Erfahrungsbericht über diese Kamera veröffentlicht. Mittlerweile wird diese Kamera von Panasonic leider nicht mehr angeboten und wurde durch die neuen Modellreihen mit 3D Option ersetzt. Neu dürften wohl die Modelle HDC-HS80, HDC-TM80, HDC-SD80 und HDC-SD40 sein. Daher hatte ich kurzzeitig den Testbericht über die SD-600 von meiner Internetseite entfernt.

Da ich jedoch viele Anfragen erhalten habe, wie der Import der *.mts Videodaten in ein Videoschnittprogramm bewerkstelligt werden kann, oder wie Photofunktion, die unterschiedlichen Aufzeichnungsformate ("HA1920", "HG1920", "HX1920" und "HE1920") sowie die Zeitrafferfunktion funktionieren, sollen diese Merkmale nachstehend wieder kurz beschrieben werden. Es gilt weiterhin die ganz eindeutige Kaufempfehlung für die Panasonic HDC SD 600 EGK (vgl. Google-Shopping), denn die Kamera erzeugt ein unheimlich tolles HD Videobild und das Leica Dicomar Objektiv kann trotz seiner kompakten Baugröße recht viel Licht einfangen.


Erster Testfilm: Autobahn
Der erste Videofilm ist direkt zwei Stunden nach dem Kauf bzw. nach dem Auspacken der Videokamera entstanden. Nachdem der Akku aufgeladen war, ging es zur Autobahnbrücke, um zu testen, wie die Panasonic HDC SD 600 im 1080@50p Modus mit sich schnell bewegenden Motiven zurecht kommt. Der Film wurde nicht geschnitten, sondern direkt im Format *.mts mit 1920x1080 Pixel bei YouTube hochgeladen.



Zweiter Testfilm: Optischer Zoom
Der zweite Videofilm mit der Panasonic HDC SD 600 wurde direkt im Anschluß an die Autobahnszene erstellt und soll das erstaunliche Potential des Leica Dicomar Objektives demonstrieren. Zu sehen ist eine Zoomfahrt mit dem optischen Zoom, nicht mit dem elektronischen Pseudo-Zoom, auf einen Hochspannungsmast hin. Der Film wurde nicht geschnitten, sondern direkt im Format *.mts mit 1920x1080 Pixel bei YouTube hochgeladen.



Dritter Testfilm: Hubschrauber und Rotorblätter
Interessiert hat, wie die Panasonic HDC SD 600 extrem schnelle Bewegungen - beispielsweise die Rotorblätter eines Hubschraubers - im 1080@50p Modus aufzeichnet. Es wurde in 1080@50p im Full-Auto-Modus, also ohne manuelle Shutter-Einstellung, gedreht. In Ermangelung eines Schnittsystems für 1080@50p wurde der Film nur im Format 1280x720 Pixel mit 50 Vollbildern geschnitten und bei YouTube hochgeladen.



Vierter Testfilm: Preview (Testschnitt) einer Fernsehdokumentation
Im vierten Videofilm wurde die Panasonic HDC SD 600 als Preview-Kamera für eine Fernsehdokumentation genutzt, d.h. es wurden Probeaufnahmen für eine spätere Fernsehproduktion erstellt. Gefilmt wurde ohne zusätzliches Licht, ohne zusätzliches Mikrophon und ohne Stativ in 1080@50p. Geschnitten wurde später in 1280x720 Pixel mit 50 Vollbildern und bei YouTube hochgeladen.



Umgang, Import und Hilfe mit *.mts Videodateien
Bei der Panasonic HDC SD 600 werden Videofilme im .mts Format auf der Speicherkarte abgelegt. Darin steckt ein Videodatenstrom, der im Advanced Video Codec High Definition Format (AVCHD) komprimiert wird. Ganz egal, ob nun in Full-HD mit 1080@50p oder mit 1080@50i in den Einstellungen "HA1920", "HG1920", "HX1920" oder "HE1920" aufgezeichnet wird, können ältere Computer (Pentium Dual) und ältere Videoschnittprogramme dieses Format nicht bearbeiten. Es kommt zu einem Dateiformatkonflikt.

Aber selbst wenn ein Intel I3, I5 oder I7 Computer zur Verfügung steht, der dieses Videomaterial in AVCHD dann auch ruckelfrei am Computer abspielen kann, gibt es derzeit nur wenige Videoschnittprogramme, die überhaupt das Full-HD-Format in 50fps verlustfrei unterstützen bzw. überhaupt im Original importieren können. Daher es ist ratsam, das Videomaterial von .mts in ein allgemein gut lesbares Videoformat zu konvertieren. Damit nun kein falsches Bild von dieser genialen Videokamera entsteht, muß erklärt werden, daß die Kamera selbst über die mitgelieferten Anschlußkabel alle Videofilme und Photographien absolut ruckelfrei und problemlos am heimischen Fernsehgerät abspielen kann. Problematisch wird es nur dann, wenn man die Videodateien von der SD/SDHC/SDXC Speicherkarte auf die Computerfestplatte kopiert hat und sie mit einem Videoschnittprogramm bearbeiten möchte.

Die nachstehende Videoanleitung zeigt, wie mit dem Programm Tmpgenc 4.0 Xpress das ursprüngliche 1920x1080 50fps Videomaterial in 1280x720 50fps Videomaterial konvertiert wird. Natürlich entsteht dabei ein gewisser Qualitätsverlust, denn die Bildgröße verringert sich von 1920x1080 Pixel auf 1280x720 Pixel, dafür hat man aber bei alten Computern und alten Schnittprogrammen nun die Möglichkeit, das Material überhaupt schneiden, mischen und/oder auf DVD spielen zu können.


Mit dem Programm Tmpgenc 4.0 Xpress können die .mts Videodateien direkt von SD/SDHC/SDXC Speicherkarte importiert werden. Das Programm zeigt dabei die Eigenschaften, also 1920x1080 und 50fps an. Im Anschluß daran können alle gängigen Videoformate zur Konvertierung ausgewählt werden, beispielsweise DVD, AVI, HDV, MOV, WMV oder sogar der Einzelbildexport.


Verwendung mit Objektivvorsätzen
Für den Kauf der Panasonic HDC SD 600 war entscheidend, daß die Kamera über ein Filtergewinde verfügen soll. Diesen Anschluß bietet die HDC SD 600 und zwar mit einem Filterdurchmesser von 46 mm. Zwar lassen sich zahlreiche Farbeffekte über die digitale Nachbearbeitung generieren, so daß spezielle Farbfiltersysteme - beispielsweise die Produktserie von Cokin (http://www.cokin.fr) oder die professionelle Produktserie B+W Filter von SchneiderOptics (https://www.schneideroptics.com) - nicht unbedingt notwendig sind, aber abgesehen von einem UV-Filter können über das Filtergewinde zusätzlich Weitwinkelobjektive bzw. Weitwinkelkonverter oder Teleobjektive bzw. Telekonverter angeschraubt werden. Bei der Verwendung von Teleobjektiven oder sogar von Telekanonen solltet Ihr unbedingt ein Stativ nutzen und die Kamera nur über die Fernbedienung steuern, um jegliche Erschütterung zu vermeiden.


1. Weitwinkelkonverter an der Panasonic HDC SD 600
Obgleich das Leica Dicomar Objektiv, welches in der HDC SD 600 integriert ist, eine Brennweite von 35mm bietet, reicht dieser Blickwinkel in manchen Filmsituationen nicht aus. In diesem Fall bleibt einem nichts anderes übrig, als einen Weitwinkelvorsatz zu nutzen. Doch gerade bei der Verwendung von einem Weitwinkelkonverter muß darauf geachtet werden, daß dieser voll durchzoombar ist und keine Abschattungen (Vignettierung) zum Bildrand hin verursacht. Nach langer Suche habe ich zwei Weitwinkelobjektive gefunden, die optimal auf die Panasonic HDC SD 600 passen. Genutzt werden können sowohl die "Opteka X-TREME 58mm 0.3X HD Super Fisheye Lens" als auch die "Opteka Titanium Series 0.3X HD Ultra Fisheye Lens". Achtet darauf, daß der Gewindeanschluß der beiden Opteka-Weitwinkelobjektive größer als 46mm ist und Ihr deshalb einen Adapterring, einen sogenannten Step-Up-Ring kameraseitig benötigt.

Panasonic HDC SD 600 mit Opteka X-TREME 58mm 0.3X HD Super Fisheye Lens
Panasonic HDC SD 600
Opteka X-TREME 58mm 0.3X HD Super Fisheye Lens

Videobild der Panasonic HDC SD 600 mit Opteka X-TREME 58mm 0.3X HD Super Fisheye Lens
Videobild der Panasonic HDC SD 600
mit Opteka X-TREME 58mm 0.3X HD Super Fisheye Lens

Videobild der Panasonic HDC SD 600 ohne zusätzliches Objektiv (Standard)
Videobild der Panasonic HDC SD 600
ohne zusätzliches Objektiv (Standard)


2. Telekonverter und Telekanone an der Panasonic HDC SD 600
Das Leica Dicomar Objektiv der HDC SD 600 liefert einen zwölffachen optischen Zoom. Allerdings kann der Zoomfaktor elektronisch über das Konfigurationsmenü über die Einstellung "i.Zoom 18x" sowie "D.Zoom 30x" und "D.Zoom 700x" künstlich hochgesetzt werden. Von der Bildqualität ausgehend ist die Einstellung "i.Zoom 18x" gerade noch so zu gebrauchen, aber alles, was darüber hinaus geht, endet im Pixel- und Mosaikeffekt. Wer braucht wirklich 700x Zoom?

Eine bessere Möglichkeit als der künstliche Digitalzoom bietet ein Telekonverter. In den Anfängen meiner Photo- und Videoarbeit habe ich mir vor langer Zeit drei Telekonverter von HAMA über EBAY ersteigert. Es handelte sich um die Modelle HAMA HR 2-6, HAMA HR 4 und HAMA HR 12. Obwohl die Bildqualität in jeglicher Hinsicht als extrem zu bezeichnen ist und die HAMA Video-Objektive schon etwas älter sind, kann ich mich nicht von ihnen trennen.

Alle drei Teleobjektive haben glücklicherweise ein Schraubgewinde mit 46mm Durchmesser, d.h. sie passen ohne Adapterring auf die kleine Panasonic. Gewiß schaut die Konstruktion auf den nebenstehenden Photos recht abenteuerlich aus. Aber die HAMA Video-Objektive wiegen nicht viel und müssen daher nicht mit einer Objektivstütze gesichert werden. Erstaunlicherweise waren und sind die HAMA Video-Objektive sehr lichtstark. Die Fokussierung jedoch erfolgt manuell und braucht viel Übung. Daß bei der Verwendung mit diesen extremen Telekonvertern ein Stativ benutzt werden muß, dürfte klar sein. Ebenso sollte die Steuerung der Kamera (Aufnahme, Start, Stop, Record, etc.) über die Fernbedienung erfolgen, um Erschütterungen zu vermeiden. Zusätzlich sollte zum Fokussieren nicht das kleine Kameradisplay genutzt werden, sondern ein externer Bildschirm.

Da die HAMA Video-Objektive nicht mehr hergestellt werden, aber immer noch "heiß in der Community diskutiert" werden - schließlich eignen sie sich auch für die normale Photographie - habe ich Euch nachstehend drei Internet-Such-Links auf EBAY erstellt. Mit etwas Glück könnt Ihr eines der Objektive günstig ersteigern.

Link Nr. 1: EBAY-Suche nach HAMA HR 2-6
Link Nr. 2: EBAY-Suche nach HAMA HR 4
Link Nr. 3: EBAY-Suche nach HAMA HR 12

Die nachstehenden Testbilder (konzentriert Euch auf die Ente am Fischteich) zeigen deutlich, daß das HAMA Video-Objektiv HR 4 das wohl sinnvollste Ergebnis liefert. Naja, eine Spielerei eben :-)

Camcorder Panasonic HDC SD 600 mit HAMA Video-Objektiv HR 2-6
Panasonic HDC SD 600 mit HAMA Video-Objektiv HR 2-6
Camcorder Panasonic HDC SD 600 mit HAMA Video-Objektiv HR 4
Panasonic HDC SD 600 mit HAMA Video-Objektiv HR 4
Camcorder Panasonic HDC SD 600 mit HAMA Video-Objektiv HR 12
Panasonic HDC SD 600 mit HAMA Video-Objektiv HR 12

Testbild mit dem Leica Dicomar Objektiv 12x Zoom
Testbild mit dem Leica Dicomar Objektiv 12x Zoom

Testbild mit dem HAMA Video-Objektiv HR 2-6, hier HR 2
Testbild mit dem HAMA Video-Objektiv HR 2-6, hier HR 2

Testbild mit dem HAMA Video-Objektiv HR 4
Testbild mit dem HAMA Video-Objektiv HR 4

Testbild mit dem HAMA Video-Objektiv HR 12
Testbild mit dem HAMA Video-Objektiv HR 12

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