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Ein Maksutov Cassegrain Teleskop an der Spiegelreflexkamera












Man muß kein ausgebildeter Photograph oder Hobbyfilmer sein, um zu wissen, daß Photo- und Videoaufnahmen ab einer bestimmten Brennweite (Zoom) nur dann zu guten Ergebnissen führen, wenn die Kamera auf einem Stativ befestigt ist. Insofern hat das Thema, ein Maksutov Cassegrain Teleskop an der Spiegelreflexkamera zu nutzen, auf den ersten Blick rein gar nichts mit der Luftfahrt, mit dem Ultraleichtfliegen oder mit der Luftbildphotographie zu tun. Auf den zweiten Blick hingegen gibt es aber so manche Situation am Boden, die man als Photograph dann doch ganz gerne "etwas näher" ablichten möchte. Beispielsweise das Fluggeschehen an großen Verkehrsflughäfen von einer Besucherterrasse aus oder Starts und Landungen am heimischen Flugfeld.

Maksutov Cassegrain Teleskop an der Spiegelreflexkamera Pentax K 100

Ganz abgesehen von der ursprünglichen Verwendung, nämlich ein Teleskop für die Astrophotographie bzw. grundsätzlich für astronomische Beobachtungen zu nutzen, hatte ich vor einiger Zeit den Wunsch, meine Spiegelreflexkamera (Pentax K100d) mit sehr viel mehr Brennweite auszurüsten. Die damals und heute angebotenen, sogenannten "Telekanonen" sind nicht bezahlbar - zumindest nicht dann, wenn es sich beim Photographieren um ein reines Hobby handelt. Gemeint sind übrigens jene Teleobjektive, die man am Seitenrand von Fußballfeldern sehen kann, wenn bei der Fernsehübertragung die Pressephotographen kurz ins Bild kommen; markant sind dann hierbei die in grauem Farbton hergestellten Teleobjektive, die über 50 cm lang und durch einen unheimlich großen Objektivdurchmesser gekennzeichnet sind. Dieses Merkmal wäre dann auch gleich das wichtigste: Je größer der Objektivdurchmesser, desto mehr Licht kann das Objektiv einfangen und desto kleiner kann der Blendenwert sein. Das Ergebnis sind dann gestochen scharfe Teleaufnahmen mit prächtigen Farben.

Maksutov Cassegrain Teleskop an der Spiegelreflexkamera Pentax K 100

Doch was soll man tun, wenn man keine 13.500 Euro oder gar 18.900 Euro für eine Canon oder Nikon Telekanone ausgeben möchte? Die Lösung - zumindest eine semiprofessionelle Lösung - ist dann ein Teleskop.

Maksutov Cassegrain Teleskop an der Spiegelreflexkamera Pentax K 100

Nun stellt sich jeder, der im Allgemeinen nichts mit Astronomie zu tun hat, vor, daß ein Teleskop ein langes Rohr sei. Das stimmt zwar und entsprechend unhandlich und auffällig wäre es, mit einem 1,50 m langen Teleskop als Kameraobjektiv durch die Landschaft zu laufen. Doch neben diesen Fernrohren gibt es kleine, kompakte Spiegelteleskope, die von ihrer Bauart her recht gut für die Verwendung mit einer Kamera geeignet sind. Eine Bauart, die in der Szene als "Russentonne" bezeichnet wird, sind die sogenannten Maksutov oder Cassegrain Optiken. Die Anschaffungskosten liegen zwischen 300,oo Euro und 500,oo Euro; abhängig davon, welche Brenntweite bzw. welche Blendenzahl und welche Objektivöffnung (Baugröße) es sein soll. Besonders gut an diesen Objektiven ist das T2 Gewinde, also der standardisierte Objektivanschluß: Man kann also jede Spiegelreflexkamera oder jede Systemkamera über einen Gewinde- bzw. Objektivadapter verbinden, also Canon/T2, Nikon/T2 oder Pentax/T2.

Maksutov Cassegrain Teleskop an der Spiegelreflexkamera Pentax K 100

Vorab sei allerdings bemerkt, daß mit einem Maksutov Cassegrain Spiegelteleskop die Nutzung von Autofokus und automatischer Belichtungszeit nicht mehr möglich sind, sondern es muß über das Drehrädchen an der Spiegelreflexkamera der Modus "Zeitautomatik" oder "Blendenautomatik" eingestellt werden. Am besten ist es jedoch, gleich in den Modus "Manuell" zu wechseln. Die durchaus angenehme Möglichkeit, mal eben einen tollen Schnappschuß zu machen, gibt es mit dieser Kombination nicht wirklich. Vielmehr müssen drei oder vier Photos mit unterschiedlicher Belichtungszeit "verschwendet" werden, um ein optimales Ergebnis zu erhalten. Aber was sind im Zeitalter der Digitalphotographie schon drei oder vier Bilder mehr auf der Speicherkarte?

Maksutov Cassegrain Teleskop an der Spiegelreflexkamera Pentax K 100

Nimmt man also den Umstand in Kauf, drei oder vier Belichtungszeiten durchzutesten, die Kamera mit Spiegelteleskop ausschließlich auf dem Stativ zu verwenden, nur bei optimalem Tages- und Sonnenlicht unterwegs zu sein sowie zusätzlich noch mit einem Fernauslöser (vgl. "Kabelfernbedienung") zu arbeiten, um etwaige Erschütterungen durch das Drücken auf den kameraseitigen Auslöser zu vermeiden, lassen sich Bilder mit einer Brennweite von 1.300 mm erstellen. Wem das immer noch nicht reicht, der kann noch einen Extender vom Faktor 2,0 zwischen Kamera und Maksutov setzen, um echte 2.600 mm Brennweite zu erhalten.

Maksutov Cassegrain Teleskop an der Spiegelreflexkamera Pentax K 100

Durch Variation von Belichtungszeit und ISO-Filmempfindlichkeit können dann die nachstehenden Ergebnisse erzielt werden. Wie am Beispiel des "Henninger Turm" in Frankfurt am Main zu sehen ist, kommt hierbei der Vergleich der Brennweiten wohl überdeutlich zum Vorschein. Zudem lassen sich neben schönen Mondaufnahmen aufgrund der extremen Brennweite auch wunderschöne Photos mit extremer Tiefenschärfe bzw. Schärfentiefe erstellen, d.h. im Bild wird nur auf einen einzigen Punkt (Beispiel Luftschraube am Flugzeug) manuell fokussiert, während alles andere herum sanft und harmonisch verläuft.

Luftschraube eines Flugzeuges aufgenommen mit einem Maksutov Cassegrain Teleskop an der Spiegelreflexkamera

Normales Weitwinkelfoto vom Frankfurter Stadtwald aus auf Frankfurt am Main

Henninger Turm mit einem Maksutov Cassegrain Teleskop an der Spiegelreflexkamera aufgenommen

Mondaufnahmen aufgenommen mit einem Maksutov Cassegrain Teleskop an der Spiegelreflexkamera
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