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Kabelfernauslöser mit Zeitfunktion für Spiegelreflexkameras (Modell TC-80N3)

Auch wenn sich das Hauptaugenmerk dieser Internetseite auf die Sportluftfahrt konzentriert, gibt es im Zusammenhang mit der Luftbildfotografie bzw. mit der Photographie im Allgemeinen sowie mit Panoramabildern immer wieder interessante Themenkomplexe, die in kurzen Berichten auf dieser Internetseite vorgestellt werden. Im Rahmen der Zeitrafferaufnahmen oder "Time Lapse Photography" stößt man häufig auf das Problem, wie eine Fotokamera oder Spiegelreflexkamera ausgelöst bzw. fernbedient werden soll.

Das Problem ist eigentlich recht verständlich: Die Spiegelreflexkamera liefert perfekt hochauflösende Einzelbilder und mit lichtstarken Objektiven (beispielsweise Blende F 1,4 oder F 1,7) lassen sich wunderschöne Nachtaufnahmen oder Panoramabilder in der Abenddämmerung erstellen. Besteht nun der Wunsch, aus diesen Einzelaufnahmen einen animierten Zeitrafferfilm zu generieren, müssen zahlreiche Intervallaufnahmen erstellt werden.


Wer eine der modernen Spiegelreflexkameras besitzt, die eine integrierte Timerfunktion hat, darf sich glücklich schätzen, zumal kameraseitig eingestellt werden kann, dass beispielsweise alle 3 Sekunden ein Bild mit einer Belichtungszeit von 1 Sekunde erstellt werden kann (Nachtaufnahmen). Wer - so wie ich - mit der guten, alten Pentax K100d unterwegs ist, muß per Hand alle drei Sekunden den Kameraauslöser bedienen. Bei einem Aufnahmeintervall von einem Bild alle fünf Sekunden sind dies bereits 12 Auslösungen pro Minute bzw. 720 Einzelbilder pro Stunde. Da sich Zeitrafferaufnahmen naturgemäß über einen recht langen Zeitraum erstrecken, müssen für einen Sonnenuntergang mit Dämmerung schätzungsweise drei bis fünf Stunden beobachtet werden; dies wären dann 3.600 Einzelbilder. Bevor man nun 3.600 mal den Kameraauslöser per Hand betätigt und dabei riskiert, dass die Kamera um wenige Millimeter verrutscht, kann das ganze Vorhaben auch ohne integrierte Intervallfunktion mit einem Aufwand von rund 50,oo Euro automatisiert werden: Das Zauberwort heißt "Kabelfernauslöser mit Zeitfunktion" bzw. "Timer Remote Controller".

Exkurs: Warum überhaupt eine Kabelfernbedienung?
Wenn Ihr mit einer kleinen Brennweite photographiert, um beispielsweise den Sonnenuntergang in vielen Einzelbildern später als Zeitraffer zusammenzufassen, werdet Ihr die Kamera auf einem Stativ montieren und im gewünschten Zeitintervall den Auslöser betätigen. Unabhängig davon, daß es äußert umständlich ist, immer wieder den Auslöseknopf zu drücken, geschieht beim Auslösen selbst ein unangenehmer Nebeneffekt: Durch den Druck auf den Auslöser verändert Ihr rein mechanisch die Kameraposition um wenige, wenige Millimeter. Beim Zeitraffen könnt Ihr später in der Nachbearbeitung die Bildposition korrigieren, aber - je nach Belichtungszeit - kann es passieren, daß das Photo durch den Druck auf den Auslöser "verrutscht" bzw. leicht "unscharf" wird. Um Euch das zu verdeutlichen, stellt einmal in Eurer Kamera die Funktion "Langzeitbelichtung" ein und haltet die Kamera für eine halbe Sekunde frei in der Hand und betätigt den Auslöser: Im Ergebnis wirkt das Bild leicht verwackelt. Um nun diese mechanische Positionsverschiebung zu vermeiden, können an fast alle Spiegelreflexkameras externe Kabelfernbedienungen oder IR-Auslöser gekoppelt werden. Im Ergebnis steht die Kamera dann auf dem Stativ, während Ihr nur noch den Auslöseknopf auf der Fernbedienung drücken müßt. Ihr selbst steht ein oder zwei Meter entfernt und beeinflußt nicht mehr die Kameraposition - es entstehen keine Erschütterungen, keine Verwackler und keine Unschärfen mehr.

Ein anderes Beispiel: Wenn Ihr von der Astrofotografie fasziniert seid, d.h. nachts Sterne, Planeten oder auch in andere Schlafzimmerfenster herein fotografieren wollt, werdet Ihr nicht um ein Teleobjektiv herumkommen (ein Beispiel habe ich auf der Seite "Telekanone" beschrieben). Gerade mit langen bzw. großen Brennweiten wirkt sich eine Erschütterung von nur wenigen Millimetern beim Auslösen auf dem späteren Photo in hundert oder gar tausend Metern aus. Abermals entsteht das Problem der ungewollten Verwackler, Erschütterungen und Unschärfen. Speziell beim Photographieren mit Teleobjektiven rät Euch jeder Fotograf mit Meisterbrief, ein Stativ und - falls möglich - einen Kabelauslöser zu benutzen.

Wer nun also vernünftige Photos, Langzeitaufnahmen, Zeitrafferbilder und Einzelbilder für Panoramen erstellen will, kommt um solch eine Kabelfernbedienung bzw. um solch einen "Kabelfernauslöser mit Zeitfunktion" - oder auch "Timer Remote Controller" genannt - nicht herum. Beim "Kabelfernauslöser mit Zeitfunktion" bzw. "Timer Remote Controller" handelt es sich eigentlich um einen herkömmlichen Kabelauslöser, der allerdings um eine interne Stopuhr bzw. Zeitfunktion ergänzt wurde. Das Auslösen erfolgt dann nicht mehr via Knopfdruck, sondern wird automatisch mittels elektronischem Impuls an die Kamera weitergeleitet. Die beiden wichtigsten Vorteile dabei sind erstens, daß Einzelbilder von frei definierten Intervallen (alle x Sekunden oder alle x Minuten) erstellt werden können, und zweitens, daß die Belichtungszeit über die kameraüblichen 30 Sekunden hinaus auf hh:mm:ss definiert werden kann.

   

Bei meiner Pentax K100d bedeutet dies konkret, daß ich die nicht vorhandene Intervallaufnahmefunktion nun doch erhalte und beliebig viele Aufnahmen pro Zeiteinheit erstellen kann. Abgesehen von meiner Pentax gilt dies für viele Spiegelreflexkameras von Canon, Nikon, Sigma oder Olympus, die vor drei oder vier Jahren verkauft worden sind. Durch die Verwendung des Menü "M" (manuelle Belichtungszeit und manuelle Blende) läßt sich weiterhin die Belichtungszeit in der Kamera von min. 1/4000 Sekunde bis maximal 30 Sekunden einstellen. Wird das Menü "AV" (Zeitautomatik) genutzt, errechnet die Kamera je nach eingestellter Blende die vermeintlich optimale Belichtungszeit, so daß letztlich nur ein oder zwei Probeaufnahmen erstellt werden müssen, um das Motiv im gewünschen Verhältnis zu erfassen, während danach am Kabelfernauslöser nur noch die Intervallzeit eingestellt werden muß. Schlußendlich nur ganze wenige und einfache Schritte.

Nach langem Suchen habe ich mich für den Kabelfernauslöser Meike MK-80N3 bzw. TC-80N3 entschieden; dies nicht zuletzt, da er ein beleuchtetes Display besitzt, was insbesondere bei Nachtaufnahmen extrem vorteilhaft ist. Ihn gibt es bei fast allen Fotofachhändlern im Internet sowie beim Online-Kaufhaus Amazon für Canon, Nikon, Pentax und andere Kameramodelle. Achtet bitte auf Eure Kamerabezeichnung und den richtigen Steckeranschluß. Was natürlich wieder typisch ist, daß dem Kabelfernauslöser nur eine chinesische ("Made in China") sowie eine englische Anleitung beigelegen hat. Eine deutsche Bedienungsanleitung TC-80N3 gibt es wohl nicht.

Testfilm: Zeitraffer (Time Lapse) mit dem Meike MK-80N3 bzw. TC-80N3
Das Panorama ist natürlich alles andere als eindrucksvoll. Aber anhand dieses Testfilmes könnt Ihr erkennen, was durch Nachbearbeitung (Sepia Filter) im Rahmen der Zeitrafferaufnahmen möglich ist. Klickt bitte beim Anschauen auf HD-Wiedergabe bzw. unten von 360p auf 720p oder 1080p, damit Ihr eine bessere Wiedergabequalität erhaltet.

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