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Das Ruhrgebiet am 12. Mai 1945 - Die Trolley Mission der US Air Force

Aufgrund der positiven Resonanz der Leserschaft über das erste Buch der Trolley Mission, das von Markus Lenz im Jahre 2014 veröffentlicht wurde, entstand nun die Buchreihe „Die Trolley Mission der US Air Force“, die in mehreren Einzelbänden ausgewählte, digital restaurierte Luftbilder von deutschen, belgischen und holländischen Städten beinhaltet. Hatte das Buch den Fokus auf einer luftfahrthistorischen und flugnavigatorischen Ausarbeitung liegen, so liegt der Schwerpunkt der Buchreihe bei der photographischen Darstellung. Luftbilder sind in der größtmöglichen Auflösung auf hochwertigem Fotopapier mit 200 g/m² in bestmöglicher Fotoqualität gedruckt. Teilweise sind die Luftaufnahmen formatfüllend - beispielsweise im Ausmaß 42,0 cm x 29,7 cm - abgedruckt.

Das Ruhrgebiet am 12. Mai 1945 : Luftbilder zur Stunde Null nach dem Zweiten Weltkrieg - Buchreihe: Die Trolley Mission der US Air Force - Band Nr. 8 von Markus Lenz
Das Ruhrgebiet am 12. Mai 1945
Luftbilder zur Stunde Null nach dem Zweiten Weltkrieg

Buchreihe: Die Trolley Mission der US Air Force - Band Nr. 8

Autor: Lenz, Markus
Verlag: BOD, Books on Demand, Norderstedt
1. Auflage, 2016, 48 Seiten
ISBN 978-3-8391-2883-1

Flugroute der Trolley Mission über dem Ruhrgebiet
Das Ruhrgebiet war das Ziel zahlreicher, massiver Luftangriffe, um die deutsche Rüstungsindustrie im Zweiten Weltkrieg zu schwächen. In der sogenannten „Battle of the Ruhr“ wurden vorrangig Elektrizitätswerke, Kokereien sowie Stahlwerke, aber auch Verkehrsknotenpunkte, wie etwa der Rangierbahnhof in Hamm oder der Hauptbahnhof in Duisburg, bombardiert.

Hamm
Von Norden kommend wurde zunächst das nordöstliche Ruhrgebiet erreicht, nämlich die Stadt Hamm, die bereits im Juni 1940 das Ziel von ersten Luftangriffen geworden war. Es entstanden vier hintereinander folgende Luftbilder, auf denen die Gleisanlagen vor dem Hauptbahnhof Hamm, davor die Eisenbahnbrücke am Datteln-Hamm-Kanal und der Nordenfriedhof zu erkennen sind. Danach folgen das Stadtgebiet östlich vom Bahnhof, die Pauluskirche, die Lutherkirche sowie die ehemalige Panzerjäger-Kaserne der Wehrmacht. Die Luftbildserie erstreckt sich weiter entlang der Werler Straße bis zum Rathaus am heutigen Theodor-Heuß-Platz und endet bei den Wohngebäuden zwischen der Grünstraße, Klopstockstraße und Lessingstraße.

Dortmund
In einer Entfernung von knapp 15 Kilometern Luftlinie entstand die nächste Luftbildserie, bestehend aus sechs Bildern von der Stadt Dortmund. Die Luftbilder zeigen zunächst das ehemalige Steinkohlebergwerk bzw. die Zeche Oespel; danach folgt ein Luftbild vom Hardenberghafen am Dortmund-Ems-Kanal im Stadtteil Lindenhorst. Nachdem die Hafenanlagen überflogen wurden, steuerten die Piloten direkt auf den Dortmunder Hauptbahnhof zu: Von Norden kommend sind deutlich die Schützenstraße, die Pauluskirche und die Bahnsteige am Hauptbahnhof zu erkennen; unmittelbar über der Gleisunterführung von der Schützenstraße in die Brinkhoffstraße fliegend erstreckt sich die Luftbildserie weiter entlang am Hohen Wall, am Hiltropwall sowie an der Rheinischen Straße. Ferner sind das damalige Krankenhaus bzw. das heutige Klinikzentrum Dortmund zu erkennen. Nach der Luftbildserie folgen vier weitere Schräg-Luftbilder, die aus den seitlichen Fenstern im Flugzeug erstellt worden sind: Zu sehen sind u.a. die Lagerhallen an der Weißenburger Straße und Körnebachstraße sowie die ehemalige Häuserreihe entlang der Osterlandwehr, die heute jedoch nicht mehr existiert. Ebenso sind Luftbilder von der Liebfrauenkirche in der Amalienstraße, von der Westfalenhütte und von der Zeche Kaiserstuhl im Nordosten Dortmunds sowie vom alten, in Trümmern liegenden Stadttheater mit dem markanten Musikpavillon erstellt worden.

Bochum
Im Anschluß an die Luftbilder von Dortmund folgen drei Aufnahmen der Stadt Bochum. Sowohl die damaligen Luftangriffe als auch die Luftbilder konzentrierten sich auf die Zechen und Kokereien der Vereinigten Stahlwerke AG. So wurden Luftbilder von der Zeche Constantin, die ursprünglich „Zeche Vereinigte Constantin der Große“ genannt wurde, von der Zeche Hannibal und vom ehemaligen Hydrierwerk der Friedrich Krupp AG im Bochumer Stadtteil Hofstede erstellt. Deutlich sind auf den Luftbildern auch die Sankt Marien-Kirche und das Sankt Marien-Hospital zu erkennen.

Gelsenkirchen
In Gelsenkirchen wurde die Zeche Consolidation Schacht 9 im Stadtteil Gelsenkirchen-Bismarck mehrmals überflogen, die seinerzeit zunächst von der „Gewerkschaft des Steinkohlenbergwerks Consolidation“, dann ab dem Jahre 1923 von der Mannesmannröhren-Werke AG und bis zur Stillegung von der Ruhrkohle AG betrieben wurde. Zu erkennen sind die Lagerhallen parallel zur Bahnlinie, die weiträumigen Schachtanlagen zwischen der Bismarckstraße und der Kanalstraße, die zwölf Wohnhäuser in der Erdbrüggenstraße, die den Zweiten Weltkrieg unversehrt überstanden haben, und der damals wie heute existierende Fußballplatz vom Sportverein Westfalia 04 Gelsenkirchen e.V. am Trinenkamp.

Oberhausen
Von der nächsten Stadt auf der Flugroute über das Ruhrgebiet, nämlich von Oberhausen, ist leider keine durchgehende Luftbildserie entstanden. Lediglich zwei hintereinander folgende Schräg-Luftbilder dokumentieren den Zustand der Stadt- bzw. Industriegebiete am 12. Mai 1945: Auf dem ersten Luftbild ist die Zinkfabrik Altenberg zu sehen, die heute zum Industriemuseum des Landschaftsverbandes Rheinland gehört. Auf dem zweiten Luftbild sind die Bahnsteige am Oberhausener Hauptbahnhof, das ehemalige Bahnbetriebswerk mit Ringlokschuppen sowie die Eisenbahnbrücke an der Mühlheimer Straße zu erkennen.

Duisburg
Die letzten Luftbildaufnahmen vom Ruhrgebiet entstanden über Duisburg, u.a. vom Duisburger Rathaus, von der Kuhstraße und von der Königstraße. Auch der Rhein-Herne-Kanal und die Gleisanlagen des Güterbahnhofes Duisburg-Ruhrort (Hafen) wurden überflogen, so dass die Eisenbahnbrücken in Höhe der Emmericher Straße, von denen heute nur noch eine existiert, die zerstörte Eisenbahnbrücke der alten Bahnstrecke von Oberhausen-Alstaden bis nach Duisburg-Meiderich, die Koopmannstraßen-Brücke und dahinter die Eisenbahnbrücke, deren Gleise zum Bahnhof Duisburg-Meiderich führen, aus der Luft erfaßt wurden. Das letzte Bild zeigt die großflächigen Industrie- und Hochofenanlagen zwischen den Duisburger Stadtteilen Alt-Hamborn und Marxloh, die damals als August Thyssen-Hütte zur Vereinigten Stahlwerke AG gehörten. Zur Linken, unterhalb der Gleisanlagen des Hüttenwerks, ist zudem der auffallende Segmentbogen des St. Johannes Hospitals zu erkennen; zur Rechten schließt sich die Wohnsiedlung an der Abtei, quer zur Steigerstraße und Bremenstraße an.

Leseprobe
Eine Leseprobe steht kostenlos bei Google Books zur Verfügung.

Bezugsquellen und Buchhandel
Das Booklet „Das Ruhrgebiet am 12. Mai 1945“ kann im internationalen Buchhandel
über die ISBN 978-3-8391-2883-1 zum Preis von 29,95 Euro bestellt werden.
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» Ausleihe in der Deutschen Nationalbibliothek
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